Kerstin Gnoth zur Schulleiterin der Cornelia-Funke-Schule in Gemünden ernannt

Das "Schiff" Schule auf Kurs halten

Gemünden - Bisher hat sie ihr Amt nur kommissarisch ausgefüllt, doch seit Montag ist Kerstin Gnoth offiziell Schulleiterin der Gemündener Cornelia-Funke-Schule. Die Freude darüber drückten ihre Kollegen in einer abwechslungsreichen Feier aus.

Sehnsucht wecken, Vergleiche zwischen Schule und Schiff, Wortspiele zum Segeln - die Verbindungen zwischen Kerstin Gnoths Funktion als Schulleiterin und Assoziationen zum Meer zogen sich wie ein roter Faden durch das Programm der Feier anlässlich der Ernennung Gnoths zur Schulleiterin der Cornelia-Funke-Schule. Konrektor Thomas Mandel las den passenden Leitspruch von Antoine de Saint-Exupéry für Gnoth vor, für die Bewegung eine wichtige Rolle spielt und die in ihrer Freizeit gern segelt: „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“ In diesem Zusammenhang bediente er sich Wortspielen - das Wort „Segeln“ übertrug er von der Seemannssprache auf die Aufgaben Gnoths als Schulleitern, das Wort „Schiff“ stand stellvertretend für Schule. Zum Beispiel wünschte er, dass sie nur dann „hart am Wind segelt“, wenn es unbedingt notwendig ist, auch einmal den „Wind aus den Segeln nimmt“ und das Schiff wieder auf den richtigen Kurs bringt sowie für frischen Wind sorgt, das Schiff aber auch mal in ruhigeren Gewässern schwimmen lässt.

Auch die ehemalige Schulamtsdirektorin Uta Opper-Fiedler ging noch einmal auf den Leitspruch ein und schrieb Gnoth eine pädagogische Grundhaltung zu, die sich darum drehe, Sehnsucht nach einer Situation zu wecken, die für alle Personen an der Schule gut sei.

Dass ihr das gut gelingt, bescheinigte ihr der Schüler Andreas Beifuß: „Wir als Schüler schätzen Sie als Lehrerin und Schulleiterin“, sagte er. Bürgermeister Frank Gleim, der auch Schulelternbeirats-Vorsitzender ist, bezeichnete Gnoth als „gute Begleiterin der Schule“ mit Ideen, Kompetenz und Durchhaltevermögen. Der Grüsener Pfarrer Hilmar Jung bezeichnete sie als „krisenfest“ mit viel Idealismus und sagte überzeugt: „Sie kriegen das schon gebacken!“ Gnoth hatte bereits Zeit, sich in die Aufgaben als Schulleiterin einzuarbeiten: Am 5. Januar 2011 war ihr die kommissarische Aufgabe als stellvertretene Schulleiterin übertragen worden, am 1. Oktober des selben Jahres wurde sie zur Konrektorin ernannt.

Seit Februar dieses Jahres leitete sie die Schule kommissarisch. Opper-Fiedler erklärte, dass Gnoth erst im Oktober des nächsten Jahres zur Rektorin ernannt werden kann, da das hessische Schulgesetz eine Beförderung nur alle zwei Jahre gestattet.

Die Freude unter Kollegen und Schülern war dennoch jetzt schon groß. Die Mädchen der Realschulklassen 10a und 10b boten deshalb ein Bewegungsprogramm mit Drainage-Rohren, und die Lehrer sangen für Gnoth eine auf sie abgeänderte Fassung von „Hänsel und Gretel“.

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