Schilder warnen vor Afrikanischer Schweinepest

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Warnung vor der Afrikanischen Schweinepest: Auf Rastplätzen, wie hier an der B 252 zwischen Korbach und Frankenberg, werden Verkehrsteilnehmer, und insbesondere auch LKW-Fahrer, darum gebeten, mitgebrachte Speisereste in die Mülltonne zu werfen. Die Schweinepest ist gerade in den vergangenen Monaten verstärkt in Osteuropa aufgetreten, daher ist der Warnhinweis auch in Russisch, Polnisch und Rumänisch formuliert.

Waldeck/Frankenberg. Auf Rastplätzen wird schon vor ihr gewarnt: Die Afrikanische Schweinepest (ASP), die in Russland, Weißrussland, Litauen, Lettland, Estland und Polen aufgetreten ist, droht weiter nach Westen vorzurücken.

Zwar gibt es noch keinen Fall in Deutschland, allerdings werden hierzulande die Menschen bereits sensibilisiert - und das unter anderem durch Schilder auf Rastplätzen.

Dort richtet sich der Warnhinweis vornehmlich an Lkw-Fahrer aus den genannten Ost-Staaten. In deutscher, aber zusätzlich auch in russischer, polnischer und rumänischer Sprache wird darum gebeten, Lebensmittel in die Abfalltonne zu werfen. „Dass die Schweinepest über Lebensmittel wie beispielsweise verseuchte Fleischwaren zu uns gebracht wird, gilt als größte Gefahr“, sagt Kreislandwirt Fritz Schäfer. Ein nicht komplett verzehrtes und in die Landschaft geworfenes Wurstbrot, das von einem Wildschwein gefressen wird, reiche aus, um die Krankheit zu übertragen.

Parallel werden laut Schäfer auch die Landwirte sensibilisiert. „Niemand sollte mit Lebensmittel in den Stall gehen. Das ist für unsere Landwirte aber eigentlich selbstverständlich“, sagt er. Schäfer weist zudem darauf hin, dass die Schweinedichte - gerade bei Hausschweinen - in Waldeck-Frankenberg nicht mehr so hoch sei. Das sehe im Schwalm-Eder-Kreis oder in Schweinemast-Hochburgen wie Vechta und Cloppenburg (Niedersachsen) schon anders aus. Dennoch sollte man auch hierzulande achtsam sein, denn wenn einmal ein Tier mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert wurde, breitet sich die Seuche schnell aus. „Um das Problem wieder in den Griff zu bekommen, müssen die Bestände dann komplett gekeult werden. Eine Impfung gegen die Krankheit ist nicht möglich“, so Schäfer.

ASP ist für die Tiere tödlich, für den Menschen gilt sie als ungefährlich.

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Quelle: HNA

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