Schläge im Vollrausch gegen die Ehefrau: Gericht verhängt Verwarnung

Frankenberger Land. Mit einer Verwarnung sowie einer drohenden Geldstrafe von 960 Euro bei Verstoß gegen die Bewährungsauflagen ist ein Strafverfahren wegen vorsätzlichen Vollrausches und vorsätzlicher Körperverletzung gegen die Ehefrau vor dem Frankenberger Amtsgericht zu Ende gegangen.

Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst sah es nach der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass der 56-jährige Angeklagte seine Ehefrau am 16. Februar dieses Jahres beschimpft und mit der Faust in den Rücken geschlagen hat. Zudem soll der Mann, nach dem Konsum von zwei großen und einer kleinen Flasche Wodka, auch seine 33 Jahre alte Tochter getreten haben.

Da sowohl die Ehefrau als auch die Tochter von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machten, konnte sich das Gericht zur Klärung der Vorwürfe nur auf die Aussagen einer Nachbarin sowie von zwei Polizeibeamten stützen.

Über drei Promille Alkohol hatte der Angeklagte zur Tatzeit im Blut. „Ich war nicht betrunken, ich kann mich an alles erinnern“, ließ der Angeklagte von einer Dolmetscherin übersetzen. „Mit drei Promille ist man sturzbetrunken, bei manchen Menschen wirkt so viel Alkohol tödlich“, hielt Richterin Hülshorst dem Angeklagten vor.

Dieser zeigt sich jedoch uneinsichtig. Nein, er trinke nicht regelmäßig. Es sei auch nicht wahr, dass er so viel Wodka getrunken habe. Außerdem habe seine Frau mit dem Streit angefangen. (off)

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Quelle: HNA

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