Für Schlägerei verabredet: Der eine brach sich die Augenhöhle, der andere die Hand

Frankenberg. Richterin Andrea Hülshorst nannte diesen Vorfall „eine Eselei“: Zwei junge Männer, heute 23 und 21, geraten auf einem Parkplatz der Frankenberger Discothek Seven in Streit.

Sie wollen das „im eins gegen eins klären“ und überlegen sich sogar, wer den ersten Schlag setzt - „wegen der Anzeige“, wie der 21-Jährige vor dem Frankenberger Amtsgericht erklärt.

Sie hätten gewusst, dass die Schlägerei eigentlich sinnlos ist, sagt er. Als sie schon tatenlos auseinandergehen wollen, schlägt der 23-Jährige doch zu und bricht dem anderen die Augenhöhle.

Das Verfahren gegen den 23-jährigen Schläger wird trotzdem eingestellt. Oberamtsanwalt Wilfried Poitzmann bietet ihm dies an, und der junge Arbeitslose aus dem Oberen Edertal willigt ein.

 Er muss nun 50 Stunden gemeinnützig arbeiten und kommt damit um eine Vorstrafe herum. Polizeilich in Erscheinung getreten ist er aber schon häufiger, wie Poitzmann vorliest: 18 Fälle seit 2001, vier Mal bestraft, ein Mal wegen Körperverletzung. (jpa)

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Quelle: HNA

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