Viessmann-Energieforum: Fachleute fordern steuerliche Anreize für Modernisierung

Wer schließt die Lücke?

Energieforum: Dr. Martin Viessmann (links) eröffnete das 11. Energieforum, an dem rund 200 Heizungsfachhandwerker, Planer und Architekten in teilnahmen. Foto: nh

Allendorf-Eder. Reicht das Potenzial der erneuerbaren Energien aus, die nach dem beschlossenen Atomausstieg entstehende Lücke in der Energieversorgung zu schließen? Welchen Beitrag kann die Steigerung der Energieeffizienz leisten?

Um diese Fragen ging es beim jüngsten Energieforum, zu dem das heimische Heiztechnik-Unternehmen führende Energie- und Klimaexperten in die Viessmann-Akademie nach Allendorf-Eder eingeladen hatte. Als kompetente Ansprechpartner standen unter anderem Prof. Hans Joachim Schellnhuber, Mitglied des Weltklimarats und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Ministerialdirigent Franzjosef Schafhausen vom Bundesumweltministerium und Christian Stolte, Bereichsleiter Energieeffiziente Gebäude bei der Deutschen Energieagentur (dena), zur Verfügung.

In seiner Eröffnungsrede unterstrich Firmenchef Dr. Martin Viessmann die Bedeutung der energetischen Sanierung des Gebäudebestands. „Hier liegen die größten Potenziale, ohne deren Hebung die politischen Ziele für den Klimaschutz und eine zukunftsfähige Energieversorgung nicht zu erreichen sind“, sagte Viessmann.

Modernisierungsstau

Deshalb müsse der Modernisierungsstau im Wärmemarkt schnellstmöglich aufgelöst und der Weg in eine nachhaltige Energiewirtschaft gefunden werden. Steuerliche Anreize müssten Impulse zur Auflösung des Modernisierungsstaus geben. Damit verbunden war der Appell, den im Bundesrat gescheiterten Gesetzentwurf für die Abschreibung von Modernisierungskosten im selbstgenutzten Wohneigentum schnellstmöglich im Vermittlungsausschuss zu behandeln.

Zur elften Auflage des Viessmann-Energieforums waren etwa 200 Heizungsfachhandwerker, Planer und Architekten aus dem gesamten Bundesgebiet nach Allendorf gekommen. (nh/off)

Quelle: HNA

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