Ernsthausen

Wer schmückt den Baum im Wald?

Zauberhaft: Der geschmückte Weihnachtsbaum im Wald bei Ernsthausen fasziniert Kinder und Erwachsene. Wer für den Zauber sorgt, das ist öffentlich nicht bekannt. Foto: Schneider

Ernsthausen. Die HNA hat sich auf die Suche nach dem Unbekannten begeben, der seit vielen Jahren zu Weihnachten und Ostern einen Nadelbaum im Wald schmückt.

Ernsthausen. Es geschieht heimlich und wohl nachts. Alle Jahre wieder, nicht nur zur Weihnachts- sondern auch zur Osterzeit, steht ein geschmückter Nadelbaum im Wald bei Ernsthausen.

Wer die Person ist, die seit vielen Jahren mit dieser ungewöhnlichen Aktion für Freude sorgt, das ist nicht öffentlich bekannt. Die HNA hat die Detektivarbeit aufgenommen und sich auf die Suche nach dem Wohl-Täter gemacht. Dabei haben wir die Hauptverdächtigen „verhört“:

Ist es Karl Kamm?

Der Ernsthäuser engagiert sich schließlich in der Kommunalpolitik, bei der Betreuung der Fußballjugend oder bei Aktionen mit der Lebenshilfe. Karl Kamm: „Nein: ich bin es nicht. Ich finde die Aktion aber sehr schön. Wie lange sie zurückreicht, weiß ich nicht. Mir ist nur aufgefallen, dass der Baum wechselte. Erst war es eine Edeltanne. Jetzt ist es ein anderes Bäumchen.“

Ist es Kindergartenleiterin Doris Dippel? 

Die Ernsthäuser Kindergartenkinder besuchen schließlich immer im Advent und vor Ostern den geschmückten Baum.

Doris Dippel: „Nein ich bin es nicht. Aber der Brauch ist sooo schön. Der Baum hat etwas Wunderbares und Märchenhaftes. Das lieben die Kinder - und die Erwachsenen auch.“

Ist es Ortsvorsteher Frank Kleinwächter? 

Als Forstwirtschaftsmeister kennt er sich im Wald aus. Und die geschmückte Fichte steht neben der von ihm mit der Motorsäge geschnitzten Engelfigur.

Frank Kleinwächter: „Nein, ich bin es nicht. Aber ich kenne die Person. Den Namen gebe ich nicht preis, eher gehe ich in den Knast. Ich halte es wie Altkanzler Helmut Kohl, ich habe mein Ehrenwort gegeben.“

Kleinwächter schweigt also, rückt aber zumindest einige wissenswerte Hintergrund-Infos raus: Er schätzt, dass der Baum schon seit rund 20 Jahren regelmäßig geschmückt wird. Vor zirka 15 Jahren kam es zu einem Unfall bei Waldarbeiten: Ein Kollege fällte eine Kiefer, die ausgerechnet auf den geschmückten Baum fiel. Seitdem bringen die Baumschmücker immer einen eigenen Baum mit, stellen ihn am Waldrand auf und holen ihn auch wieder ab.

Von Martina Biedenbach 

Wen die HNA noch weiter "verhörte" und was sie dabei noch an interessanten Details erfuhr, das lesen Sie in der gedruckten Samstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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