Schnelleres Internet für Rosenthaler Stadtteile – Bürger zahlen freiwillig

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Mehr Freude beim Surfen: Die Menschen in Roda und Willershausen sind bald schneller im Internet unterwegs.

Rosenthal. Roda und Willershausen bekommen schnelleres Internet. Die vom Parlament geforderten 100 Unterschriften für einen Eigenanteil pro Haushalt von 200 Euro sind zusammengekommen.

Bisher hätten sogar 104 Haushalte die Verpflichtungserklärung unterschrieben, sagte Bürgermeister Hans Waßmuth im Parlament.

Weitere Interessenten am Ausbau der Breitbandversorgung können sich anschließen, dadurch soll sich die Summe reduzieren, die jeder Haushalt zahlt. Christian Trusheim (Bürgerliste) pochte darauf, dass alle, die schon unterschrieben und vielleicht schon die 200 Euro überwiesen haben, einen Teil des Geldes zurückbekommen, wenn nun weitere unterschreiben. „Sonst sagen die Leute: Warum soll ich jetzt noch unterschreiben, die Entscheidung ist ja durch“, sagte Trusheim.

Der Reduzierung der 200 Euro stimmten schließlich alle Stadtverordneten – an diesem Abend waren es nur neun – zu. „Die 200 Euro waren nur eine Richtgröße, Ziel war, die 20 000 Euro zusammenzubekommen“, sagte Klaus Schleiter (CDU). Die Stadt selbst zahlt nach Abzug des Bürgeranteils 44 000 Euro.

„Das Ergebnis ist eine Meisterleistung der Stadtteile“, lobte Stadtverordneten-Vorsteher Konrad Trust (FDP). Innerhalb weniger Tage hatten die Ortsbeiräte und die Bürgerliste Roda Bürgerversammlungen in beiden Stadtteilen organisiert, Einwohner angesprochen und Unterschriften gesammelt.

Die Zeit war deshalb so knapp, weil der Bewilligungsbescheid des Landes für eine Förderung von rund 90 000 Euro früher als erwartet gekommen war und gleichzeitig das Angebot der Telekom für die Kabellösung nur noch in dieser Woche gilt.

Das Parlament hatte sich für die teurere Kabellösung – im Vergleich zum Funk – entschieden, die auch vom Landkreis nach einer Ausschreibung empfohlen worden war. Kabel sei für die Nutzer aber wirtschaftlicher und biete freie Anbieter-Wahl.

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Quelle: HNA

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