Frauenfrühstück: Erika Best-Haseloh über Tod, Trauer, Verlust

Beim Frühstückstreffen für Frauen: (von links) Referentin Erika Best-Haseloh, die Musikerinnen Nadine Horsel und Nicola Brunner und die Moderatorin Ulrike Koge in Battenberg. Foto: R. Hartmann

Battenberg. Großes Interesse gefunden hat das Frühstückstreffen für Frauen zum Thema „Schweres in unserem Leben“. Über Trauer, Trennung und Zerbruch sprach Referentin Best-Haseloh. Dazu kamen 210 Frauen in der Burgberghalle zusammen – neuer Besucherrekord für das Organisationsteam.

„Der November ist ein Monat des Abschiedsnehmens“ sagte die Moderatorin des Vormittages, Ulrike Koge. Man nehme Abschied von den langen, hellen Tage und der Wärme des Spätsommers. Jetzt dominieren kühle, neblige Tage und kahle, schmucklose Äste. „Doch wenn man genauer hinschaut, sieht man auch schon die neuen Knospen des nächsten Frühlings“, sagte Koge.

Die musikalische Begleitung mit ihren Querflöten übernahmen Nicola Brunner und Nadine Horsel aus Battenberg mit klassischen Musikstücken. Dafür bekamen sie viel Applaus. Beim gemeinsamen Frühstück gab es neben dem Gaumengenuss viele angeregte Gespräche. Immer wieder machen Menschen die Erfahrung, dass man Verlusten nicht ausweichen kann. Nach „Trauer, Trennung, Zerbruch“, gibt es auch wieder einen Weg zum Neubeginn.

Dazu referierte Erika Best- Haseloh. Sie ist verheiratet, wohnt in Minden und ist von Beruf Betriebswirtin und christliche Lebensberaterin. Sie ist auch Mitglied im Vorstand der Frühstückstreffen für Frauen in Deutschland.

Tragischer Unfall

Die gebürtige Frankenbergerin hatte durch einen tragischen Unfall ihren ersten Ehemann verloren. Damals wusste sie nicht, wie sie mit dem Verlust fertig werden sollte. Sie las viele Bücher zum Thema Tod und Trauer und gründete eine Selbsthilfegruppe. „Es ist ein Schock, wenn das ganze Leben aus den Bahnen gerät. Verlusten können wir nicht ausweichen. Je bewusster wir damit umgehen, umso glücklicher verläuft unsere Leben“, sagt Best-Haseloh heute.

„Trauer ist kein Zeichen von Schwäche“, betonte die Referentin. Trauer könne man nur bewältigen, in dem man sie zulasse und darüber spreche. Der Austausch mit Betroffenen könne dabei helfen, die Erlebnisse und Gefühle auszusprechen. Es ist ein Weg, Abschied zu nehmen, um einen Neuanfang starten zu können. Das Leben werde aber nie wieder so wie vorher. Es werde anders, sagte Erika Best-Haseloh. Wenn die Trauerarbeit abgeschlossen sei, komme auch die Lebensfreude wieder.

Viel Applaus war der Lohn für diesen Vortrag. (hr)

Quelle: HNA

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