Basar "Was alte Hände schaffen" eröffnet

Schöne Geschenke aus alten Händen

+
Elisabeth Wiese, Johanna Beaupain, Elfriede Ramb, Sascha Raukamp und Erika Kessler (von links) gehören zu dem DRK-Team, das seit gestern all das anbieten, was alte Hände geschaffen haben.Foto: Malte Glotz

Frankenberg - Rund 120 Senioren aus dem ganzen Altkreis haben gestrickt, gehäkelt, eingekocht, gebastelt und mehr. Mit ihrem Einsatz wirken sie der Altersarmut ein klein wenig entgegen.

Wie waren sie fleißig in den vergangenen Monaten: Rund 120 Senioren aus 20 DRK-Altenclubs aus dem gesamten Landkreis haben - wie in jedem Jahr seit nunmehr 41 Jahren - sich mächtig ins Zeug gelegt. Sie haben überlegt, was bei den Menschen aus dem Altkreis gut ankommen könnten, und diese Ideen dann in die Tat umgesetzt. Das Resultat: Dutzende Socken, Pulswärmer, Mützen, Schals, Babyschüchen, Kniestrümpfe und mehr. Hunderte Artikel sind es insgesamt. Sie sind seit gestern in der Sparkassenfiliale in der Uferstraße erhältlich.

„Es sind auch neue Artikel dazugekommen“, lobt Kreisaltenbetreuerin Elfriede Ramb die Senioren. Sie haben auch Ölbilder mit sinnvollen Sprüchen gemalt, modische Taschen entworfen, Lätzchen und Schürzen genäht. Hinzu kommen wieder viele verschiedene Gruß-, Beileids-, Glückwunsch- und Weihnachtskarten, Marmeladen aus heimischen Gärten und mehr.

Pantaleone Elia, Leiter der Sparkassen-Filiale, zeigt sich erfreut darüber, dass sich die Mitglieder der Seniorenclubs wieder für die Bank als Verkaufsraum entschieden haben: „Es ist schön, zu sehen, dass diese alte Handwerkskunst aufrecht erhalten werden kann“, drückt er seinen Respekt gegenüber den Schaffenden aus. „Ich selbst habe auch schon ein Sortiment vom DRK“, verrät er - das halte ihn im Winter oder beim Angeln immer warm. Mit der Ware aus einem „Billigmarkt“ sei die handwerklich hergestellte Waren nicht zu vergleichen. Trotz des Feiertags am Mittwoch, an dem der Basar ruht, wünsche er „eine sehr erfolgreiche Woche.“

Die wünscht sich auch Ramb selbst - ist doch der Zweck des Basars ein wohltätiger: „Viele reden von der Altersarmut, wir tun etwas dagegen“, sagte sie. Die Erlöse nämlich kommen bedürftigen Senioren in der Region zu, „und davon gibt es immer mehr“, betont Ramb. Christian Peter, Geschäftsführer des Frankenberger Roten Kreuzes, sagt in diesem Zusammenhang, das DRK sei „in der Region, für die Region“, da. Kreisvorsitzender Dr. Rolf Blutter sagte, das Rote Kreuz würde Hilfe dort leisten, wo Hilfe nötig sei. Der Basar ist ein gutes Beispiel dafür - und er kleidet die Käufer modisch ein.

„Was alte Hände schaffen“: Sparkasse Uferstraße, täglich außer Mittwoch 8.30 bis 16.30 Uhr, Donnerstag bis 18 Uhr. Samstag, 6. Oktober: Bürgerhaus Hatzfeld, 11 bis 17 Uhr. Samstag, 13. Oktober während des Landfrauenmarktes in der Rathausschirn.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare