Schornsteinfeger werben für sparsamen Umgang mit Energie

+
Bereit zum Pflanzen: Der Setzling, den Schornsteinfeger aus dem Frankenberger Land mit dem Landrat am Frankenberger Landratsamt in die Erde bringen wollten, wurde zu spät geliefert. Hier warten auf die Aktion (von links): Heinz-Walter Beil, Harald Stehl, Hubert Meier, Holger Heide, Wolfgang Truß, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Jürgen Tripp und Heinrich Balzer.

Frankenberg. Nachhaltigkeit ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel. Das sagen Schornsteinfeger aus Waldeck-Frankenberg. Sie werben für umweltfreundliches und ressourcenschonendes Heizen.

Als symbolische Zeichen zum Tag der Nachhaltigkeit am Mittwoch pflanzten sie an den Landratsämtern in Frankenberg und Korbach jeweils einen Baum.

Heizen mit Holz oder Pellets aus der Region sei eine Alternative zum Öl, sagte Bezirkschornsteinfeger Hubert Meier bei der Aktion in Frankenberg. 1000 Liter Öl kosten momentan 1000 Euro. Zwei Tonnen Pellets erzeugen die gleiche Heizkraft und kosten 460 Euro.

Allerdings sei nicht in jedem Fall eine Umrüstung von Öl auf Holz zu empfehlen. Das komme auf die individuelle Situation an: auf die Größe des Hauses, den Zustand der Heizanlage und das Lebensalter der Nutzer.

Ein Heizkessel für Öl koste 10.000 Euro, der für Pellet 17.000 Euro, nennt Bezirksschornsteinfeger Harald Stehl ein Beispiel. Ältere Nutzer müssten zudem beachten, dass das Heizen mit Holz mit Arbeit verbunden sein. Die Schornsteinfeger empfehlen eine umfassende Energieberatung vor Neuerungen im Heizsystem. Die Beratung erhalte auch Hinweise auf staatliche Förderungen.

Landrat Dr. Reinhard Kubat lobte das Engagement und die gute Arbeit der Schornsteinfeger. Er dankte für die Linde, die zwischen Landratsamt und Hochschule wachsen soll. Sie sei ein pflegeleichter Baum, der bis zu 500 Jahre alt werden könne.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare