Projekt der Hans-Viessmann-Schule

Schüler bauen Hotels für Insekten

Sechs Insektenhotels haben neue Besitzer gefunden: Am Freitag übergaben die Schüler des Berufsgrundbildungsjahres Holz ihre Eigenbauten an Schüler der Regenbogenschule und Kinder der Schreufaer Kindertagesstätte.

Frankenberg - Lehm, Stroh und Tannenzapfen - Materialien, aus denen die Schüler des Berufsgrundbildungsjahres Holz der Hans-Viessmann-Schule Insektenhotels gefertigt haben. Ihren Platz finden die Behausungen zukünftig an der Regenbogenschule und in der Schreufaer Kindertagesstätte.

Die Schüler des Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) Holz haben selbstgebaute Insektenhotels an die Schüler der Regenbogenschule und an Kinder der Schreufaer Kindertagesstätte übergeben. Innerhalb einer Woche - die obendrein auch noch die erste Woche der BGJler an der Hans-Viessmann-Schule war - haben die Schüler die Unterkünfte gefertigt. Schon im vergangenen Jahr gab es ein ähnliches Projekt. Damals bauten die BGJler ein „Wikingerspiel“.

„Die Schüler wurden ins kalte Wasser geschmissen“, sagte Klassenlehrer Stefan Kießling: Nach einem Besuch im Wald, bei dem sich die Schüler mit den verschiedenen Holzarten vertraut machten, bekamen sie die Information, dass sie ein Insektenhotel bauen sollen. Was das eigentlich ist und wie Insektenhotels aussehen, darüber mussten sich die 17 Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren selber informieren, berichtet Kießling.

Dann ging es für die Dreierteams ans Werken: Die Schüler zeichneten zuerst kleine Modelle aus Papier, an denen sie sich später orientierten. Holz kam am zweiten Tag ins Spiel: Es galt, Fichtenbretter zuzuschneiden und zusammenzubauen. In den reinen Holzbau ziehen die Insekten aber nicht ein. Ähnlich wie beim Menschen, müssen auch Insektenhotels einen gewissen Komfort bieten. Die unterschiedlichen Ebenen legten die Schüler mit Tannenzapfen, Stroh, Lehm und Schiefersteinen aus.

Jede Ebene soll - wenn die Hotels in der Schule und im Kindergarten ihren Platz gefunden haben - eine ganz eigene Klientel anziehen. Damit die Kinder wissen, auf wen sie sich da einlassen, informierten die BGJler die Kinder darüber, welche Gäste sie erwarten können:

Käfer und Ameisen mögen Tannenzapfen

Käfer und Ameisen zieht es eher zu den Tannenzapfen. Wespen siedeln sich im Lehm an, in den sie selber Löcher Bohren, aber auch im Schiefer würden sie sich wohlfühlen, berichten die BGJ-Schüler. Die Bienen und Florfliegen hingegen würden Stroh bevorzugen. Schulleiter Carsten Placht hat „allergrößten Respekt“ vor dem, was die Schüler ohne spezielle Vorbildung geleistet haben. Für die Schüler sei es auch sinnstiftend, die Insektenhotels weiterzugeben.

Jetzt ist es allerdings an den Insekten, das Angebot anzunehmen und zahlreich in die neuen Behausungen einzuziehen. (ste)

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