Sieben von acht Proben betroffen

Schüler finden Pferdefleisch in Lebensmitteln aus heimischen Märkten

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Brisantes Thema: (vorne von links) Sarah Lipinski, Schirin Schwarz und Julia Balz haben in Rindfleischproben nicht deklarierte Lebensmittel entdeckt und mit ihrer Projektarbeit bei „Jugend forscht“ den ersten Platz belegt. Hier im Bild mit weiteren Wettbewerbsteilnehmern und Lehrern, (von links) Björn Croll, Johanna Krähling, Luca Pawlik, Lukas Ochse und Bernhard Starck. Es fehlt Malaika Iske.

Frankenberg. Sieben von acht getesteten Billig-Fleischprodukten aus heimischen Supermärkten enthielten Pferdefleisch. Das ist das Ergebnis einer Jugend-forscht-Gruppe der Edertalschule.

„Wenn sich das bestätigt, ist das schon ein dicker Hund“, kommentierte Biologie- und Chemielehrer Björn Croll. Die Proben müssen noch von Experten überprüft werden.

Die Oberstufenschülerinnen hatten mit DNA-Analyse-Methoden die Herkunft von Fleisch in verschiedenen Lebensmitteln überprüft und waren zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen: Alle acht Rindfleischprodukte enthielten Fleischsorten, die nicht auf der Verpackung angebeben waren, wie beispielsweise Lamm, Schwein und Geflügel. Zudem waren in sieben der acht Proben Spuren von Pferdefleisch enthalten, berichteten die Schülerinnen.

Das Thema sei so brisant, dass auf jeden Fall eine Überprüfung der gewonnenen Erkenntnisse erfolgen müsse, so Croll. „Falls es sich bestätigt, würden wir die Ergebnisse an die staatlichen Lebensmittelstellen weiterleiten“, kündigte er an.

Denn dann wäre der bereits vor einem Jahr aufgedeckte Skandal um falsch deklarierte Lebensmittel noch nicht überstanden, sondern nach wie vor brandaktuell. Die Schülerinnen hatten mit ihrem Projekt beim Regionalentscheid „Jugend forscht“ Platz 1 belegt. (bs)

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Quelle: HNA

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