Demonstration an der Edertalschule

Schüler und Lehrer im Schulterschluss

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An der Edertalschule haben Schüler und Lehrer gestern gemeinsam eine bessere Versorgung mit Lehrern gefordert. Der Appell an die Landesregierung ging auch in die Luft – mit Karten, die an Ballons befestigt waren. Fotos: Mark Adel

Frankenberg - An der Edertalschule haben gestern Schüler und Lehrer gemeinsam für eine Richtungsänderung in der Bildungspolitik demonstriert. In der spontanen Zusammenkunft forderten sie Transparenten eine Herabsetzung der Arbeitszeit von Lehrern und wandten sich gegen einen Einstellungsstopp.

Hintergrund ist der derzeit laufende Streit zwischen Lehrern und dem Land Hessen. Die verbeamteten Lehrer die Reduzierung der Pflichtstunden um eine Stunde. Die sei bereits 2009 tarifvertraglich vereinbart worden. Sie müssten derzeit in Deutschland die meisten Unterrichtsstunden pro Woche erteilen. Die Lehrergewerkschaft GEW protestiert außerdem gegen Pläne der Landesregierung, das im April ausgehandelte Tarifergebnis (2,0 Prozent für 2015 und weitere 2,4 Prozent für 2016) für die Landesbeschäftigten nicht auf die Beamten zu übertragen. Diesen will sie stattdessen zunächst eine 18-monatige Nullrunde verordnen. Anschließend soll die Beamtenbesoldung jährlich um ein Prozent steigen.

Mit Transparenten forderten Schüler und Lehrer unter anderem die Einstellung weiterer Lehrer, eine bessere individuellere Förderung in kleineren Klassen, Freiraum für AGs und keine Stellenkürzungen in der Oberstufe. Zu den Protesten aufgerufen hatte die Schülervertretung. Schulsprecherin Anna Makarov machte ihre Mitschüler per Megafon auf die Lage der Lehrer aufmerksam und forderte auf, zu protestieren. Vor allem die jüngeren Jahrgänge seien von Einsparungen betroffen, wenn künftig beispielsweise nicht mehr alle Kurse angeboten werden könnten.

Zum Abschluss ließen die Schüler zahlreiche Luftballons in die Höhe steigen. Auf den angehängten Karten waren die Forderungen an die Landesregierung niedergeschrieben. (da)

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