Schüler messen sich beim „Poetry-Slam“ in Frankenberg

Sieger und Organisatoren: (von links) Eldin Mehic undMaximilian Herrmann Reese, Felix Römer, Torsten Jech, Marko Böhmisch, Christopher Ostrowski. Foto: Schäfer 

Frankenberg. Die Stimme von Sinen Jakobi zittert ein wenig. Ab und an verhaspelt er sich, kommt ins Stocken. Doch als er merkt, dass den rund 100 Leuten im Publikum sein Text gefällt, ist Sinen wie ausgewechselt.

Er ist der erste von 17 Schülern der Edertalschule, die beim ersten Poetry-Slam in der Frankenberger Kulturhalle auf die Bühne gehen, um selbst geschriebene Texte vorzutragen. Was Sinen vorliest, passt zur Situation: Es geht um die Überwindung der Angst.

Zwei Tage lang haben sich 32 Schüler im Schreiben eigener Texte geübt und Tipps aus erster Hand bekommen. Felix Römer, ehemaliger Deutscher Vize-Meister im Poetry-Slam, stand beim Schreiben zur Seite, gab Anregungen und konnte eigene Erfahrungen weitergeben.

Kurzclip: Christopher Ostrowski trägt sein Gedicht "Gestern" vor.

„Es ging nicht darum, Patentrezepte zu verteilen“, sagt Römer. „Wir haben mit ganz konkreten Schreibaufgaben angefangen, die immer freier wurden.“ Jeder Schüler sollte sich selbst ausprobieren. „Wichtig ist, die Schüler zum Schreiben zu motivieren“, sagt Deutschlehrer Thorsten Jech, der mit seinem Kollegen Marco Böhnisch und Christopher Ostrowski aus der elften Klasse die Workshoparbeit unterstütze.

„Ich mache solche Workshops alle zwei Wochen“, sagt Römer. „Aber nie mit so vielen Leuten. Das wollte ich auch eigentlich nicht.“ Doch Thorsten Jech und Marko Böhmisch konnten ihn überzeugen. „Es wurde trotz der vielen Teilnehmer richtig intensiv gearbeitet“, berichtet Römer.

Das Ergebnis lässt sich sehen und hören. Pubertäre Albernheiten blieben aus. Den Autoren ging es vielmehr darum zu zeigen, was ihnen im Leben wichtig ist, was sie bewegt, wo sie stehen und in welche Richtung sie gehen wollen.

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Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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