Projektwoche an Friedrich-Trost-Schule

Schulbücher bleiben in dieser Woche zu Hause

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Maurice Schwarzin, Dominik Ruhwedel, Senada Mukovic und Manuel Stephan (von links) backen leckere Schepperlinge und andere Leibspeisen während der Projektwoche.

Frankenberg - Mit vielen verschiedenen Themen beschäftigen sich die Schüler der Friedrich-Trost-Schule in der Projektwoche. Gemeinsames, praktisches Lernen und Kreativität stehen dabei im Vordergrund.

„Es ist ein anderes, freieres Arbeiten in einer anderen Atmosphäre mit weniger Leistungsdruck“, verrät Birgit Blum-Stolle, Schulleiterin der Friedrich-Trost-Schule. Aus diesem Grund findet derzeit, wie jedes Jahr im September, eine Projektwoche statt. In dieser geht es in elf verschiedenen Gruppen für die 86 Schüler darum, praktische Erfahrungen zu sammeln, aber auch eine kreative, altersübergreifende Lernatmosphäre zu schaffen.

„Das ist die einzige Zeit, in der die Kinder nicht freiwillig in die Pause wollen“, schmunzelt Birgit Blum-Stolle. Die Projekte werden von den Lehrern, sowie von einigen außerschulischen Fachkräften geleitet und decken unterschiedlichste Themenbereiche ab.

In den Projekten „Filzen und Fimo“ wird die ganze Woche gebastelt. Mit Fimo, einer Knetmasse, die beim Ausbacken aushärtet, formen die Schüler verschiedene Gegenstände und Figuren wie Perlen, Schlüsselanhänger oder Teelichtgläser.

Schon berufsbezogener geht es in dem Projekt „Geschicklichkeitsspiel“ zu. Dabei stellen die Schüler ein Geschicklichkeitsspiel aus Holz her. Unter der Anleitung von Achim Isenberg und Alexander Becker werden die Schüler an die sichere Nutzung von Bohrmaschine und Säge herangeführt. Nebenbei bekommen die Schüler lehrreiche Informationen zu den verschiedenen Holzarten und zur Gerätekunde.

Im Projekt „Afrikanisches Trommeln“ wird es laut: Unter der Leitung von Ingrid Gaertner und Herbert Wölfel wird rhythmisches Trommeln praktiziert. Wölfel, der auch Trommelbauer und -Händler ist, hat für den Kurs einige Djemben und eine Basstrommel mitgebracht.

Eine der wohl ausgefallensten Gruppen ist das Projekt „Star Wars - Jeux Dramatiques“ unter der Leitung von Katja Möller und Katharina Goetsch. Dort legen die Schüler eine „Prüfung zum Jedi Ritter“ ab. Mit Umhang und Laserschwert ausgestattet müssen sie unter anderem einen Geschicklichkeitsparcours bewältigen. In dem Projekt sollen Teamgeist, Geschicklichkeit und Koordinationsfähigkeit trainiert werden. Doch warum gerade Star Wars? „Kinder brauchen Helden und Star Wars ist bei den Kindern echt angesagt“, erklärt Möller.

Weitere Projekte sind: „Rettungsdienste“, „Gesund und Schön“, „Zaubern“, sowie die beiden teilweise außerhalb der Schule stattfindenden Kurse „Bauernhof“ und „Reiten“.

Am Freitag, 20. September, präsentieren die Schüler dann von 16 bis 18 Uhr die Ergebnisse und einstudierten Aktionen der Projektwoche an verschiedenen Ständen und auf einer Bühne in der Friedrich-Trost-Schule. Dazu laden Schüler und Lehrer alle Eltern, Nachbarn und Freunde der Schule, sowie alle Interessierten herzlich ein. Um das leibliche Wohl kümmert sich der Elternbeirat. In diesem Rahmen sind auch die sanierten Fachräume zu besichtigen. Innerhalb der vergangenen drei Jahre wurde der naturwissenschaftliche Bereich, Werk- und Kunsträume, sowie ein Gesprächsraum renoviert.

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