Frankenberg

Schuld und Sühne, Macht und Moral

+

- Frankenberg (apa). Nach der Inszenierung des Historienstücks „Die Bürger von Frankenberg“ zum Stadtjubiläum 2009 trägt die „Komödie Frankenberg“ um Regisseur Peter Höhl mit einer Tragikomödie zum Festjahr der Liebfrauenkirche bei.

„Wir freuen uns darüber, dass uns der Festausschuss angesprochen hat, mit einer angemessenen Theaterinszenierung das 725-jährige Bestehen mitzugestalten“, sagt Regisseur Peter Höhl. Die „Komödie Frankenberg“ hat gerne zugesagt und das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ nach Friedrich Dürrenmatt ausgewählt. Claire Zachanassian (Gabi Heinz), die einst als Klara Wäscher im Städtchen aufwuchs, kehrt als reiche Erbin zurück in ihre Heimatstadt. Als alte Dame fordert sie Gerechtigkeit. Sie will den Tod eines Bürgers.

Alfred Ill (Harald Hörl), Inhaber eines Ladens und potenzieller Bürgermeisterkandidat, hatte sie einst geschwängert, dies aber abgestritten. Klara Wäscher verließ die Stadt in Schimpf und Schande und ward nicht mehr gesehen – bis jetzt. Sie stattet ihrer Heimat einen Besuch ab und macht den Güllenern ein unmoralisches Angebot: Sie bietet ihnen eine Milliarde. Die Summe wird aufgeteilt zwischen der Stadt und den Bürgern. Jeder soll einen Anteil erhalten. Die Bedingung: Alfred Ill muss sterben.

Gespielt wird nicht nur für die, sondern auch in der Liebfrauenkirche. In der Vierung, also zwischen dem Chor und den beiden Seitenschiffen, wird eine Bühne aufgebaut. Die Zuschauer sitzen wie beim Gottesdienst in den Bänken. Und das ist nicht die einzige Parallele: Die Themen des Stückes sind solche, die so mancher Pfarrer im Lauf der Jahrhunderte in seinen Predigten angesprochen hat: Schuld und Sühne, Vergebung und Versuchung, Macht und Moral. Die Frankenberger Zeitung präsentiert das Stück, die Frankenberger Bank unterstützt die Inszenierung der „Komödie Frankenberg“. Gespielt wird von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. September, jeweils ab 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 18. September, auch ab 15 Uhr und am Mittwoch, 21. September, ab 19.30 Uhr.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag,16. Juli

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare