Battenberger Schüler gehen mit gutem Beispiel voran

Ein Schulhof mit Beachvolleyball-Feld

Nach der Spendenübergabe vor den Plänen zum Projekt der „Schule in Bewegung“ stellten sich Lisa Dick, Jenny Naumann, Armin Kreutz, Jannes Breidenbach, Reinhold Gaß und Chiara Dauber (von links) zum gemeinsamen Foto auf.Foto.Erwin Strieder

Battenberg. - Anstatt ihr übriges Geld einfach zu "verprassen", haben die Abgänger der Battenberger Gesamtschule insgesamt 1700 Euro gespendet. Die Hälfte des Geldes soll für die Neugestaltung der Außenanlage der Gesamtschule genutzt werden.

Insgesamt 850 Euro haben die ehemaligen Schüler der zehnten Jahrgangsstufe ihrer alten Schule, der Battenberger Gesamtschule, zum Abschied gespendet. Das Geld stammt aus Restbeständen der Klassenkassen, der Abschlussfeier und -Fahrten. Weitere 850 Euro spendeten die Abgänger an die Kinderkrebshilfe in Marburg.

Verbundenheit zur Schule

Mit herzlichen Worten bedankte sich der neue Schulleiter Reinhold Gaß für die großzügige Spende seiner ehemaligen Schützlinge. Dies zeige die Verbundenheit zur früheren Schule, die noch lange anhalten möge. Er würdigte das soziale Engagement der Jugendlichen - schließlich hätten sie das Geld auch schlicht „verprassen“ können.

An der Gesamtschule sollen die 850 Euro für die Neugestaltung der Außenanlage genutzt werden. Dafür soll auch das Geld, das ehemalige Zehntklässler ein Jahr zuvor gespendet hatten, sowie ein Teil der Spende der Bärenapotheke verwendet werden. Geplant ist der Aufbau eines Beachvolleyball- und Soccer-Feldes. Dieses Sportfeld stellt für die Gesamtschule die erste Station bei der Realisierung ihres Konzeptes „Schule in Bewegung“ dar. Das Konzept wurde von Armin Kreutz, dem Leiter der Fachkonferenz Sport an der Gesamtschule, aufgestellt. Kreutz berichtete, dass Gaß bereits ein Gespräch mit Vertretern der Stadt und des Gebäudemanagements des Landkreises zur weiteren Umsetzung des Konzepts geführt habe.

Enormer Bewegungsbedarf

Kreutz und Gaß betonten den enormen Bewegungsbedarf heutiger Schülerjahrgänge. Es fehle ihnen an Alltagsmotorik sowie entwicklungsfördernden Angeboten - gemeint ist damit die Bewegungsentwicklung. Aus diesem Grund möchten sie an der Gesamtschule eine Bewegungsumgebung schaffen, die neugierig machen soll und herausfordert zum Tätigsein, Erkunden und Nachdenken. Dabei spiele der Schulhof eine ausschlaggebende Rolle.

Neben dem kombinierten Beachvolleyball- und Soccer-Feld werde über weitere Bewegungsangebote und -Geräte nachgedacht - etwa einem Hangelpfad, einer Wellenrutsche, einer Dreibein-Seilbahn, einem Trampolin, Klettergeräten, einer Sechsreckanlage, einem Hangsteiger, Bolzplatztoren, Tischtennisplatten. Ebenso seien Sitzbänke und eine Hängematte eingeplant - zum Entspannen nach der Bewegung. Die Gesamtschule hoffe daher laut Kreutz und Gaß zur Verwirklichung auf weitere Spenden. (ied)

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