Frankenberger wegen Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung verurteilt

Schwangere Freundin geschlagen

Frankenberg - "Außer Rand und Band", "out of order", "wie von der Tarantel gestochen" - in einem solchen Zustand befand sich ein Frankenberger, als er seine Freundin verletzte und bedrohte und sich gegen Polizeibeamte wehrte.

Wegen vier Körperverletzungen - davon eine versuchte -, Bedrohung, Beleidigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte muss ein 19-Jähriger 60 Arbeitsstunden ableisten. Außerdem muss er eine stationäre Therapie machen, um seine Alkoholsucht und seine Aggressionen in den Griff zu bekommen. In beiden Fällen, die am Montag verhandelt wurden, hatte der Frankenberger einen Blutalkoholwert von mehr als 2,2 Promille gehabt.

Nicht erinnern wollte sich der Angeklagte an den Übergriff auf seine schwangere Freundin in seiner Wohnung im Sommer dieses Jahres. Laut Staatsanwaltschaft hatte er ihr zunächst mit einem Küchenmesser gedroht, ihr dann den Hals zugedrückt sowie Nase und Mund zugehalten, so dass sie kaum noch Luft bekam. Außerdem schlug er sie gegen die Schläfe. Die Freundin des Angeklagten bestätigte diese Vorwürfe. Sie begründete das Verhalten des werdenden Vaters mit dessen Alkoholkonsum: „Wenn er trinkt, ist er ganz anders“.

Eindrucksvoll beschrieben die Polizeibeamten, die den Mann damals festnahmen, wie sehr er sich gegen sie gewehrt hatte. „Wir hatten unsere Mühe“, berichtete ein Beamter. „Uns war klar: er würde uns jeden Moment angreifen“, beschrieb seine Kollegin die Situation. Der Mann sei völlig außer Rand und Band gewesen.

Mehrere Zeugen berichteten, wie sich der Angeklagte gegen die Beamten gewehrt, sich gewunden, Schimpfworte geschrieen und immer wieder mit dem Kopf um sich geschlagen hatte. Außerdem sprach er immer wieder Drohungen aus - auch gegen die Beamten. So habe er mehrfach gesagt, er werde „alle abstechen“.

Ebenfalls verhandelt wurde der Übergriff auf einen Türsteher einer Frankenberger Discothek im April. (apa)

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