Frankenberg

Schweinemast im Rodenbacher Feld

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- Frankenberg-Rodenbach (rou). Während die an der Kreisstraße 117 geplante Biogasanlage weiter die Gemüter in der Kernstadt bewegt, beschäftigen sich die Rodenbacher zurzeit mit einem Schweinemaststall, der im Feld zwischen dem Ortsteil und dem Kreisel an der Hinterscheide gebaut werden soll.

Während immer mehr Vollerwerbslandwirte den Betrieb aufgeben oder sich um einen sicheren Nebenverdienst bemühen, plant Thomas Söhnel den Schritt in die andere Richtung. Der Rodenbacher will seinen Beruf als Schlosser aufgeben und sich der Landwirtschaft im Vollerwerb widmen, die er auch von der Pike auf gelernt hat. Im Feld zwischen seinem Heimatdorf und Frankenberg will der 33-Jährige einen Schweinemaststall sowie ein Güllesilo errichten. Söhnel ist mit der Landwirtschaft und mit der Schweinezucht groß geworden. Sein Vater ist Vollerwerbslandwirt. Und sein Onkel auch. Nachdem der seinen Hof aufgab, hat sich Thomas Söhnel für den beruflichen Wechsel entschieden, berichtet er im FZ-Gespräch. Etwas mehr als 50 Hektar Land hat er von seinem Onkel gepachtet.

Ursprünglich hatte der Rodenbacher den Aufbau eines Hähnchenmastbetriebes mit bis zu 40 000 Tieren ins Auge gefasst. Doch noch bevor die Pläne konkret wurden, formierte sich erheblicher Widerstand gegen die Hähnchenmast. Er plante um: „Weltweit steigt die Nachfrage nach Schweinefleisch“, nennt er die Begründung für Schweinemast. „Und bis auf ein Jahr sind die Vollkosten in der Schweinemast in den vergangenen 20 Jahren auch immer gedeckt gewesen“, erläutert er und verweist auf die wirtschaftliche Perspektive eines solchen Betriebes.

Als Standort hat Söhnel eine rund 1,2 Hektar große Fläche an der Kreisstraße von Frankenberg nach Rodenbach ins Auge gefasst: aus der Kernstadt kommend auf der rechten Seite der Straße. „Bis zum ersten Haus in Rodenbach würde der Abstand rund 300 Meter betragen.“ Alternativ käme eine ähnlich große Fläche auf der anderen Straßenseite in Betracht. „Der Abstand zur Bebauung würde ungefähr 520 Meter betragen.“ In Frage käme dieser Standort aber nur unter der Bedingung, dass die Erschließungskosten einem wirtschaftlichen Betrieb nicht entgegensprächen. Der Schweinemaststall soll Platz für 1200 Schweine bieten. Die Außenmaße betragen 25 mal 50 Meter. Hinzu kommt ein 1200 Kubikmeter fassendes Güllesilo.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 9. Februar

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