Rosenthaler investieren in Erhalt von Fachwerkhäusern

Mit Schweiß und Fleiß Geschichte erhalten

+
Freundliches Gelb und mediterran angehauchter Sockel: So fällt das Wohnhaus von Rolf Salomon in Rosenthal ins Auge. Dahinter steht frisch saniert in klassischen Braun- und Grautönen das Haus seines Sohnes.Fotos: Patricia Kutsch

Rosenthal - Fachwerkhäuser haben einen besonderen Charme. Gerade in den Ortskernen säumen sie die Straßen mit Fachwerk in unterschiedlichen Farben und Ausführungen, einige Scheunen und Wohnhäuser zerfallen jedoch nach und nach. In Rosenthal investiert die Familie Salomon den Wert mehrerer Kleinwagen in die Pflege der historischen Gebäude.

Wer einmal in einem Fachwerkhaus gelebt hat, der weiß, dass darin ein besonderes Klima herrscht, dass die Holzbalken arbeiten und das Haus seine eigene Geschichte erzählt. Gerade Wände gibt es kaum, oft sind die Decken niedrig und die Bausubstanz alt: Rolf Salomon aus Rosenthal stellt jedoch unter Beweis, dass es sich lohnt, Zeit und Geld in alte Fachwerkhäuser zu investieren. Er hat sich ein wahres Schmuckstück als Heim geschaffen, das in sonnigem Gelb strahlt. Für seinen Sohn und seinen Vater hat er die Nachbarhäuser in Schuss gebracht. Seit mehr als 30 Jahren ist er damit beschäftigt.

Das jüngste Projekt ist die Scheune der Hobby-Landwirte: Im vergangenen Jahr hat Rolf Salomon begonnen den Sandstein-Sockel zu sanieren und die unteren Fachwerke neu auszumauern. Aus gesundheitlichen Gründen durfte er die Arbeit jedoch nicht zu Ende bringen. In diesem Jahr hat er die Firma Laukel aus Rosenthal beschäftigt. Stefan Mengel hat sich der Gefache angenommen: „Wir haben die originalen Gefache aus dem klassischen Lehm-Holzgeflecht erhalten und einen neuen atmungsaktiven Putz aufgebracht“, erklärt Rolf Salomon. Die Balken wurden bis auf das Naturholz komplett abgeschliffen und mit einer Grundierung gegen Wurm- und Pilzbefall geschützt. „Alle offenen Fugen haben wir mit einem Gemisch aus Harz, Leimöl und Sägespänen ausgespachtelt. So haben wir alles geschlossen, wo Feuchtigkeit eindringen könnte - und trotzdem kann das Holt noch atmen“, sagt Salomon. „Schließlich soll das neue Gefache 30 oder 40 Jahre halten.“ Anschließend kam die neue Farbe drauf: Der Putz blieb weiß mit einem grauen Rahmen, in rotbraun strahlt das Holz in warmer Farbe.

Mehr über die Fachwerkhäuser der Familie Salomon lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare