Burgwald

Sechs Feuerwehren proben bei der Firma Osborn den Ernstfall

- Burgwald (tha).Nach der Großübung bei Osborn zog Gemeindebrandinspektor Bornscheuer eine positive Bilanz.

Mit einer Großübung bei der Firma „Osborn“ haben 72 Brandschützer am Samstagnachmittag den Ernstfall geprobt. Zehn „Verletzte“ mussten die Freiwilligen aus einer Lagerhalle retten. An der Alarmübung beteiligten sich die fünf Wehren der Gemeinde Burgwald sowie die Kameraden der Stützpunktwehr in Frankenberg.

Um genau 16.03 Uhr heulten am Samstag in Burgwald die Sirenen. Nur wenige Minuten später erreichte die Einsatzabteilung des Dorfes mit Blaulicht und Martinshorn den nahen „Einsatzort“. Die Wehren aus Birkenbringhausen, Bottendorf, Ernsthausen, Wiesenfeld und Frankenberg folgten nur kurze Zeit später.

Osborn ist ein weltweit führender Hersteller von Industriebürsten. Um für einen Ernstfall optimal vorbereitet zu sein, hatten Gemeindebrandinspektor Karl Heinz Bornscheuer und der Burgwalder Wehrführer Francisco Ayora Escandell ein komplexes Einsatz-Szenario entworfen: Danach war es bei der Firma Osborn war es nach einem Verlade-Unfall zu einer Verpuffung gekommen. Zehn von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gespielte „Mitarbeiter“ mussten gerettet und im Freien versorgt werden, außerdem war der „Brand“ zu löschen.

Da die komplette Lagerhalle stark verraucht war, drangen die Brandschützer unter Atemschutz in die Halle ein. Zusätzlich erschwert wurde der „Einsatz“ durch einen Lastwagen mit Gefahrgutkennzeichnung. Deshalb mussten die Brandschützer mit speziellen Chemikalienschutzanzügen vorrücken und die giftigen Stoffe umfüllen und in Sicherheit bringen.

Da es sich bei der Halle um ein Hochregallager handelt, wurde über die Rettungsleitstelle in Korbach auch noch die große Drehleiter von der Frankenberger Wehr angefordert. Aus 30 Metern Höhe „löschten“ die Frankenberger Brandschützer das Dach des Gebäudes. Für den „Einsatz“ wurde eine große Menge Löschwasser benötigt. Dafür mussten weiter entfernte Hydranten von Nebenstraßen angezapft werden, was viele Meter an Schlauchleitungen erforderte.

Die Einsatzleitung hatte der Burgwalder Wehrführer Escandell. Am Ende der Großübung fand im Feuerwehrgerätehaus eine Manöverkritik statt. Gemeindebrandinspektor Karl Heinz Bornscheuer zog eine insgesamt positive Bilanz des inszenierten Einsatzes. Es seien alle „Verletzten“ gefunden und gerettet worden, auch der Gefahrguteinsatz sei gut gelaufen. Bornscheuer betonte auch die gute Zusammenarbeit mit der Frankenberger Wehr. Er bemängelte jedoch eine „mangelnde Funkdisziplin“.

Bürgermeister Lothar Koch bedankte sich bei den Brandschützern für ihren Einsatz. „Ich freue mich, dass die interkommunale Zusammenarbeit mit Frankenberg funktioniert.“ Er sei erleichtert, dass die Wasserversorgung in dem Industriegebeit ausreiche.

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