Zuschuss für neues Flugzeug des Luftsportvereins Ederbergland

Segler bleibt auch bei Flaute in der Luft

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Prof. Dr. Heinz Zielinski (rechts) hat am Montag einen Bewilligungsbescheid übergeben. Der Luftsportverein Ederbergland hat für 150 000 Euro ein neues Segelflugzeug gekauft.Foto: Mark Adel

Allendorf (Eder) - Seit mehr als 50 Jahren ermöglicht der Luftsportverein den „Traum vom Fliegen“ in Allendorf (Eder). Ein besonders günstiger Einstieg ist der Segelflug. Für ein neues Ausbildungsflugzeug hat der Verein finanzielle Unterstützung von Gemeinde, Kreis und Land erhalten.

Prof. Dr. Heinz Zielinski, leitender Ministerialrat im hessischen Ministerium des Innern und für Sport, überbrachte am Montag im Fliegerheim einen Förderbescheid in Höhe von 5000 Euro – zusammen mit der guten Nachricht, dass noch weitere 5000 Euro folgen. Der Vorsitzende des Luftsportvereins (LSV), Karl-Heinz Bender, nahm den Bescheid zusammen mit weiteren Mitgliedern entgegen.

Das Segelflugzeug vom Typ ASK 21 Mi hat insgesamt 150.000 Euro gekostet und ersetzt ein Gerät des gleichen Typs. Der Unterschied: Der neue Segler verfügt über einen Motor und muss nicht mit einer Winde oder einem anderen Flugzeug gestartet werden. Dieser ausklappbare Propeller kann auch bei plötzlichen Flauten genutzt werden – der Pilot kann zurück zum Startpunkt fliegen und muss keinen Ausweichlandeplatz suchen.

Der LSV hat die Maschine unter anderem durch den Verkauf anderer Flugzeuge finanziert. Derzeit fünf Flugschüler Es ist eins von drei Segelflugzeugen des Vereins und das einzige mit zwei Sitzen. Damit kann es als Schulungsflugzeug genutzt werden. Beim LSV fliegen derzeit etwa 15 Segelflugpiloten, fünf Schüler sind in der Ausbildung. Sie haben unter anderem die Möglichkeit, für eine „Flatrate“ von 42 Euro monatlich dem Segelflugsport zu frönen. Flugsportvereine würden nicht so häufig wie andere Clubs gefördert, sagte Heinz Zielinski.

Das Fliegen sei vor allem für Jugendliche sehr attraktiv. Die Piloten sind zum Teil deutschlandweit bei Meisterschaften erfolgreich. Das Segelflugzeug gehört dem Verein schon seit zwei Jahren. Wegen der asphaltierten Start- und Landebahn ist in Allendorf ganzjähriger Flugbetrieb möglich, in den Wintermonaten sind deshalb auch viele Piloten benachbarter Vereine in Allendorf zu Gast.

Derzeit wird die ASK 21 Mi überholt. Werkstattleiterin Katharina Herzog bessert, unterstützt von den jugendlichen Piloten, kleine Schäden aus. (da)

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