Sehnsucht nach Mittelalter: Verein „Strack Duer“ lebt in historischem Lager

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Der Herr hat es erlaubt: Und so darf sich Stephanie Klose als Köchin Finja Nemetes, ein neues Überkleid eine „Sürcoh“ nähen.

Rennertehausen. Erlebbares Mittelalter: Der Verein „Strack Duer“ hatte in Rennertehausen ein historisches Zelt-Lager aufgeschlagen.

Was war da los in der Jahnstraße in Rennertehausen? Es roch nach Lagerfeuer, man hörte Hundegebell und konnte ein schwarz-gelbes mittelalterliches Zelt von der Straße aus sehen. Mehr zunächst nicht. Man musste man schon hinter Kloses Haus gehen, um das ganze Spektakel zu sehen: Ein großes Holzfeuer, zwei weitere Zelte und Menschen in mittelalterlichen Gewändern standen und saßen an großen Holztischen und waren mit Handarbeiten beschäftigt.

Unter ihnen auch Stephanie Klose, die in dem Haus mit ihrer Familie wohnt und gerade damit beschäftigt war, an ihrem „Sürcoh“, einem Überkleid zu nähen. Andere Personen fertigten Lederwaren an, einer knüpfte an einem Kettenhemd, alle genossen ganz einfach das Lagerleben.

Die mittelalterliche Runde: (von links) Joshua Heuser, Petra Lüdtke, der„Herr Florent Lukas du Bois“, Steffi Zarges, Antje Steller, Stephanie Klose, Jessika Schärer, Norman Kiefert, Johannes Bachmann und Nils Anders. Fotos: Arnold

Des Rätsels Lösung verriet dann Stephanie Klose: „Wir sind alle Mitglieder des Verein „Strack Duer“ und konnten es nicht mehr erwarten, bis das mittelalterliche Leben im Mai für uns beginnt. Deshalb haben wir hier jetzt schon mal unser Sehnsuchtslager aufgeschlagen. Es sind Wochenendreisen ins Mittelalter, bei denen wir so zu leben versuchen, wie es unsere Vorfahren vor rund 800 Jahren mussten.“

Mit dabei ist auch Stephanie Kloses 19-jähriger Sohn Norman, der seine Mutter mit seiner Begeisterung zum Mittelalter angesteckt hatte, die bei ihm durch mittelalterliche Computerspiele geweckt worden war. Nach ihrem Probejahr im „Strack Duer“ sind die beiden mittlerweile fest integriert. Aus Norman wurde der Knappe „Koloman Nemetes“. Er dient seinem Herrn Florent Lukas du Bois ebenso wie seine Mutter, die von der einfachen Bäuerin zur Köchin aufgestiegen ist und nun den Namen „Finja Nemetes“ trägt.

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Von Willi Arnold

Quelle: HNA

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