Fest in Halgehausen

Seit 25 Jahren ins Dorfleben integriert

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HPE

Haina-Halgehausen - Geistig behinderte Menschen leben seit 25 Jahren in einer Außenwohngruppe der Psychiatrie in Halgehausen. Am Sonntag feierten sie in der Schweinfestraße mit Angehörigen, Mitarbeitern und Dorfbewohnern das Jubiläum.

„Hallo Halgehausen“, rief Patient Udo Jesussek den Besuchern zur Festeröffnung entgegen. Marion Seibel, die Leiterin der Halgehäuser Wohngruppe, ist von Beginn an dabei und freute sich, dass zehn der heute 16 Bewohner schon vor 25 Jahren in Halgehausen eingezogen sind - eine Einrichtung mit Bestand.

Das ehemalige Gasthaus Krause wurde vor einem Vierteljahrhundert angemietet und umgebaut. Die Bewohner sind zwischen 25 und 75 Jahre alt und haben dort alle ein Einzelzimmer. Im Erdgeschoss befinden sich Gemeinschaftsräume und eine große Küche.

Zehn Mitarbeiter kümmern sich um die geistig Behinderten. Die meisten arbeiten in den Frankenberger Werkstätten des Lebenshilfewerkes. In Halgehausen haben sich die Männer und Frauen gut in das Dorfleben integriert: Sie werden von den übrigen Einwohnern akzeptiert, besuchen Feste und freuten sich am Sonntag über die vielen Besucher im Wohnheim, viele von ihnen Halgehäuser. Im Heim stellte Karoline Weber Bilder aus, die sie im Rahmen einer Kunsttherapie selbst gestaltet hatte. Vorgeführt wurden auch Teile tiergestützter Therapien mit Hunden - Stichwort: „Helfer auf vier Pfoten“.

Für Kinder war eine Spielsstraße mit Hüpfburg, Pedalos, Seifenblasen und anderen Attraktionen aufgebaut. Viele Nachbarn hatten Kuchen gebacken, die Halgehäuser Feuerwehr verkaufte Getränke. Die Lose einer Tombola waren schnell vergriffen. Der Halgehäuser Männergesangverein und der Singkreis trugen mit Liedvorträgen zum Fest bei.

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