Dankurkunde für den Ortsgerichtsschöffen Helmut Wirwahn

Seit 40 Jahren für das Gemeinwohl aktiv

Eine Dankurkunde vom Präsidenten des hessischen Oberlandesgerichtes überreichte die Direktorin des Frankenberger Amtsgerichtes Andrea Hülshorst gestern an den Ortsgerichtsschöffen Helmut Wirwahn. Erster Stadtrat Willi Naumann (links) überreichte im Namen des Magistrates und der Stadt ein kleines Präsent. Foto: Andrea Pauly

Frankenberg - Wie lang der Zeitraum ist, in dem Helmut Wirwahn sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl eingesetzt hat, machte die Direktorin des Amtsgerichtes an einem Ereignis deutlich: Im Jahr nachdem er sein Amt zum Ortsgerichtsschöffen antrat, wurden die deutschen Fußballer zum zweiten Mal Weltmeister.

Streitigkeiten sind selten im Ortsgerichtsbezirk Frankenberg II, der Rengershausen, Wangershausen und Hommershausen umfasst. „Ich glaube, in der ganzen Zeit gab es nur einen Streit, den wir schlichten mussten, und das war ziemlich am Anfang“, erinnert sich Helmut Wirwahn. In dem kleinen und friedlichen Bezirk machen Schätzungen den größten Teil der Arbeit des Ortsgerichtes aus: Die Mitgliedes Gremiums müssen den Wert von Grundstücken und Gebäuden beziffern. Auch die Beglaubigungen von Sterbefällen gehört zu den Aufgaben des Gerichtes. Für Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst ist dieses hessische Modell für die Beteiligten von großem Vorteil: „Es ist wichtig, solche Leute vor Ort zu haben.“ Sie vermittelten ein anderes Gefühl als die Pflicht, in einer schweren Situation auch noch „aufs Amt“ zu müssen.

Seit mehr als 40 Jahren ist der 74-Jährige Schöffe in dem Gremium. Andrea Hülshorst sprach ihm bei der Übergabe der Dankurkunde ihre Anerkennung aus: „Sie haben Ihr ganzes Leben auch für das Gemeinwohl gearbeitet“.

Der Erste Stadtrat Willi Naumann dankte dem Rengershäuser im Namen des Magistrats und der städtischen Gremien für seinen ehrenamtlichen Einsatz: „Man kann das gar nicht hoch genug schätzen“, sagte er. „Sie tragen eine unheimliche Verantwortung.“ (apa)

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