Seit 25 Jahren leben Menschen mit geistiger Behinderung im „Sonnenhof“

Eigenes Reich: Karl-Heinz Emmerich war einer der ersten Bewohner, der von Haina nach Battenhausen umzog. Im eigenen Zimmer kann er seinem Hobby nachgehen: Bauen mit Legosteinen. Foto: Biedenbach

Battenhausen. Die Außenwohngruppe Sonnenhof der Heilpädagogischen Einrichtung von Vitos Haina besteht seit 25 Jahren.

Deshalb laden die Bewohner und Betreuer für Sonntag, 12. Juli, zu einem Fest in und vor ihr Haus in der Kiesbergstraße ein.

Als vor 25 Jahren die ersten Bewohner - Menschen mit geistiger Behinderung - in das ehemalige Gasthaus einzogen, begann ein neues Leben für sie. Sie verließen den Hainaer Krankenhausbereich, wo sie in Zimmern mit vier bis sechs Betten untergebracht waren, und führten von da an ein gemeindenahes Leben in familienähnlichen Strukturen.

Ein Jahr vorher hatte der Landeswohlfahrtsverband in Haina die Heilpädagogische Einrichtung (HPE) gegründet, um der Tatsache gerecht zu werden, dass Menschen mit geistiger Behinderung nicht krank sind.

Der Sonnenhof war vorher eine Gaststätte. Als der Fremdenverkehr im Kellerwald nachließ, vermieteten die Besitzer, das Ehepaar Herbert und Ella Neumann, das Gebäude an die HPE. Sie unterstützen die Einrichtung auch heute noch. Tochter Andrea Ohnesorg ist dort als Köchin tätig.

21 Bewohner zwischen 28 und 75 Jahren leben in zwei Gruppen in dem großen Gebäude, informiert Doris Schreiber, die eine der Gruppen leitet. Sie werden von 15 Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter betreut. Und vier Servicekräfte sind im haushälterischen Bereich tätig.

Die meisten Bewohner haben neben einer geistigen Behinderung auch weitere Beeinträchtigungen. Zwei sind zudem auch auf den Rollstuhl angewiesen.

Die Mehrzahl besucht wochentags die Arbeitstherapie in Haina oder arbeitet in der Lebenshilfewerkstatt. Am Wochenende unternehmen die Bewohner gerne Ausflüge - fahren zum Kaffeetrinken, zum Einkaufen oder in den Tierpark. Gerne sind sie auch zu Gast in der Jausenstube am Skilift und bei Festen in Battenhausen.

Die meisten Bewohner haben, wie der 74-jährige Karl-Heinz Emmerich, ein eigenes Zimmer. Dort kann er seinem Hobby nachgehen: dem Bauen mit Legosteinen. Es gibt aber auch noch Zweibett-Räume.

Was sich in den vergangenen 25 Jahren geändert hat, das lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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