Gemünden

Seit 1. März hat Thomas Lauber das Sagen im Gemündener Wald

- „Ich wollte unbedingt wieder in den Südkreis. Entweder ins Forstamt Burgwald oder Frankenberg“, sagt Thomas Lauber. Dieses Ziel hat er erreicht: Seit März ist er neuer Leiter des Reviers Gemünden.

Noch wohnt Thomas Lauber mit seiner Familie in Diemelsee. Sein ältester Sohn beendet nächstes Jahr sein zehntes Schuljahr – erst danach wollen die Laubers umziehen. Noch sind dem neuen Revierleiter die Wälder rund um den Diemelsee ein wenig vertrauter als die rund um Gemünden. Etwa ein Jahr wird er brauchen, um sich dort richtig auszukennen, sagt er: Einen Jahreskreislauf in der Waldwirtschaft muss er dazu miterlebt haben. Nach vier Monaten hat er bereits einen guten Überblick. „Der Wald ist in einem guten Zustand“, sagt Thomas Lauber und lobt die Arbeit seines Vorgängers. Günther Wagner hatte 30 Jahre lang den Posten des Gemündener Stadtförsters inne.

Die Verbiss- und Schälschäden durch Reh- und Rotwild halten sich in Grenzen. „Auch bei den Stürmen ist nicht allzu viel passiert“, freut sich der 49-Jährige. Die Orkane Kyrill und Emma hatten in den vergangenen zwei Jahren im Landkreis teilweise verheerende Schäden hinterlassen. Doch im Gemündener Wald war keine Aufforstung notwendig. Sollte künftig wegen starker Käferschäden oder weiterer Windwürfe doch einmal gepflanzt werden, setzt Lauber vermehrt auf Amerikanische Roteichen und Douglasien und passt die Waldentwicklung der Klimaerwärmung an. „Diese Arten kommen mit heißen, trockenen Sommern einfach besser klar“, begründet der Stadtförster. Doch weil das in Gemünden derzeit kein Thema ist, kann sich Thomas Lauber mit dem laufenden Geschäft beschäftigen. Aktuell steht die Bekämpfung des Borkenkäfers ganz oben auf der Liste. Die langfristigen Ziele des Stadtförsters sind ebenfalls klar gesetzt: Langfristig soll ein stabiler und gesunder Mischwald mit verschiedenen Baumarten verschiedenen Alters die Waldflächen dominieren. „Nur so kann man den sich verändernden Klimabedingungen und den Umwelteinflüssen entgegenwirken“, betont Thomas Lauber. Nachhaltig wirtschaften muss der Revierleiter, das heißt, weniger Holz zu schlagen als nachwächst. Und die Waldbesitzer – ob kommunal oder privat – wollen am Ende des Jahres schwarze Zahlen sehen.

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