Neuer Wirtschaftsförderer Johannes Haupt will Vorteile Waldeck-Frankenbergs ins rechte Licht rücken

Selbstbewusstsein für die Region

Umzug: Seit dem 1. Oktober ist das Team der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg, (von links) Geschäftsführer Johannes Haupt, Sekretärin Barbara Eckes und Qualifizierungsbeauftragter Kai Schotte, in den neuen Räumen im Gebäude des Frankenberger Landratsamts. Foto:  Skupio

Waldeck/Frankenberg. Schlag auf Schlag folgten in den letzten Monaten die Veränderungen bei der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg.

Nach 15 Jahren als Berater für die heimische Wirtschaft verabschiedete sich Ende Juni Siegfried Franke in den Ruhestand. Seinen Platz übernahm am 1. Juli Johannes Haupt. Nun folgte der Umzug von Schreufa nach Frankenberg. Dort, in der Bahnhofstraße 8 bis 12, im Gebäude des Landratsamts, hat sich das Team der Wirtschaftsförderung seit dem 1. Oktober eingerichtet.

Über 100 Tage sind seit Haupts Amtsantritt vergangen. Dies nahm die HNA zum Anlass, einmal nachzufragen, wie der Wechsel von der Großstadt auf das Land war.

In Hamburg war Haupt vorher für den Hamburger Sportverein auf Sponsoren-Suche. „Es ist ein Vorurteil, dass das Leben in der Großstadt einfacher ist“, sagte der gebürtige Bad Wildunger, der in Bad Zwesten aufgewachsen ist.

Schnell im Grünen

Er sei in der Hansestadt 40 Minuten unterwegs gewesen, wenn er mit seiner kleinen Tochter ins Grüne wollte. „Das geht jetzt viel schneller, und ich muss meine Tochter nicht ständig an die Hand nehmen“, lobt der 32-Jährige die Vorzüge der Region nach seiner Erfahrung mit der Großstadt. Seltsamerweise stoße seine Entscheidung ausschließlich hier auf Verwunderung: „Die Bewohner machen sich ein Stück weit kleiner als sie sind.“

Es sei daher auch eine Aufgabe der Wirtschaftsförderung, ein gewisses Selbstbewusstsein in der Region und für die Region herzustellen: „Wir haben hier einen attraktiven Branchenmix, als Mittelpunkt Deutschlands einen großen Standortvorteil, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie, schöne Natur und liegen mit 4,9 Prozent Arbeitslosigkeit deutlich unter dem hessenweiten Schnitt von 5,7 Prozent.“ Er habe sich mit seiner Frau bewusst dafür entschieden zurückzukommen. „Es war keine Flucht aus Hamburg, wir hatten beide unbefristete Verträge und sehen unsere Zukunft in der Region“, sagte Haupt.

Waldeck-Frankenberg sei zwar ländlicher Raum, jedoch keine Provinz: „Sonst hätten hier keine Weltmarktführer verschiedener Technologien ihren Standort.“ Zum einen sei es gut, die Region, ihre Entwicklung und die dort präsenten Themen zu kennen. Auf der anderen Seite habe der Bad Wildunger nach 13 Jahren Abwesenheit auf bestimmte Dinge einen oftmals hilfreichen Blick von außen. Er habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Qualifizierung und Weiterbildung voranzutreiben und mit Arbeitsplätzen und guten Ausbildungsmöglichkeiten für den Standort zu werben, erklärte Haupt. (gsk)

HINTERGRUND, ZUR PERSON

Von Gudrun Skupio

Quelle: HNA

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