775 Jahre Wangershausen

Serenadenkonzert zum Dorfjubiläum

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Fast 40 Bläser gestalteten am Sonntagabend ein Serenadenkonzert in der Wangershäuser Kirche anlässlich des Dorfjubiläums.

Frankenberg-Wangershausen - Mit einer Serenade für Blechbläser setzten der Wangershäuser Posaunenchor und Musiker des Landesposaunenwerks am Sonntagabend einen hochkarätigen Akzent zum Dorfjubiläum.

Fast 40 Bläser musizierten eineinhalb Stunden in der vollbesetzten Wangershäuser Kirche. Aus Witterungsgründen war das Konzert in den Innenraum verlegt worden.

„Blasen und musizieren zur Ehre Gottes“, hieß das Motto des Abends unter der Leitung von Landesposaunenwart Ulrich Rebmann. Er begleitet den Wangershäuser Posaunenchor seit vielen Jahren.

Im November 2001 hat die heutige Bläsergruppe mit der Ausbildung begonnen. Derzeit zählt der Chor zehn Aktive. Pfarrer Uwe Hesse schilderte in seinen Ansprachen persönliche Gedanken. „Der Posaunenchor hat die Jugendjahre unserer Bläser geprägt, sie bestärkt und positiv beeinflusst“, sagte Hesse. Er maß den Bläsern unter der Leitung von Marius Mitze einen hohen Wert für die dörfliche Gemeinschaft bei. Der Chor feiert im nächsten Jahr sein 90-jähriges Bestehen. „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“, sagte Hesse mit Blick auf die Zukunft. Derzeit werden neun Jungbläser von Michael Hahn ausgebildet.

Sie zeigten beim Serenadenabend ebenfalls ihr Können. „Danke für diesen guten Morgen“ oder „Come let’s have a party“ erklangen. Applaus belohnte die jungen Musiker. Mit dem Marsch „Scipio“ von Georg Friedrich Händel hatte der große Chor das Konzert eröffnet. „Komm sag es allen weiter“, lautete die Aufforderung zum Mitsingen in drei Strophen. Die Wangershäuser Bläser überzeugten mit dem feierlichen Stück „Highland Cathedral“. Marius Mitze brillierte als Solist. Es folgten die Titel „The Lord of the rings“ und „Bleib bei mir“. Gemeinsam unter der Leitung von Michael Hahn spielten Anfänger und Fortgeschrittene „You raise me up“ und „Groove“.

Die Bläsergruppe des Landesposaunenwerks setzte sich mit anspruchsvoller Literatur auseinander und bot Melodien verschiedener Stilrichtungen. Die meisten Mitglieder des Auswahlchores sind auch als Ausbilder oder Chorleiter aktiv. „Manches Holz“ hieß die Melodie, die vom Passionsliederwettbewerb der Landeskirche Kurhessen-Waldeck mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde.

Es folgten das bekannte Stück „Tears“ von Eric Clapton, bearbeitet von Ulrich Rebmann. Auch mit den weiteren Titeln „Kyrie“, „Der Herr ist mein Hirte“ oder „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“ bewiesen die Bläser ihr hohes musikalisches Niveau. Zum Abschluss waren alle Besucher nochmals zum Mitsingen eingeladen, bevor als Zugabe der „No name blues Nr. 3“ erklang.

Der Vorsitzende des Wangershäuser Posaunenchors Karl-Heinz Scriba hatte zu Beginn einen „musikalischen Leckerbissen“ versprochen. Anschließend lud er zu einem Imbiss am Dorfgemeinschaftshaus ein. Die Spenden kamen dem Wangershäuser Posaunenchor zugute.

Von Frank Seumer

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