Mehr Anfragen nach Entschädigung in ganz Nordhessen

Sexualdelikte: Opfer suchen verstärkt Hilfe

Kassel/Frankenberg. Immer mehr Opfer von Gewalttaten beantragen staatliche Hilfe nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG).

Im Bereich des Hessischen Amtes für Versorgung und Soziales in Kassel (Stadt und Landkreis Kassel, Werra-Meißner-Kreis, Schwalm-Eder-Kreis und Waldeck-Frankenberg) hat sich die Zahl der Anträge seit 2011 mehr als verdoppelt.

Derzeit werden 1915 Menschen in Nordhessen unterstützt. Das kostet den Staat pro Monat mehrere 100 000 Euro.

Im vergangenen Jahr wurden 436 Anträge nach dem OEG gestellt. 2012 waren es 276, im Jahr 2011 nur 184. Christian Geselle, Justiziar beim Versorgungsamt, sieht für den Anstieg zwei Ursachen: Zum einem weise die Polizei Opfer mittlerweile verstärkter auf das OEG hin, zum anderen würden mehr Sexualdelikte angezeigt.

Diese Erfahrung hat auch Gregor Mühlhans, Außenstellenleiter der Opferhilfe Weißer Ring in Waldeck-Frankenber, gemacht: "Früher wurden nur etwa zehn Prozent der Fälle sexueller Gewalt gegen Frauen überhaupt bekannt."

Wie die Polizei Opfer einer Sexualstraftat weiterhilft, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Quelle: HNA

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