Fünf Meter hohe Holzskulptur schmückt den Garten des Frankenauer Hofs

Sichtbares Zeichen der Inklusion

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Betreuer Thomas Graupner (links) und der Leiter des Frankenauer Hofs Holger Kohlepp (rechts) freuen sich über das Kunstwerk, das Schüler der Mathias-Bauer-Schule und Bewohner der Lebenshilfe-Wohngruppe in Bad Wildungen geschaffen haben. Foto: Andrea Pauly

Frankenau / Bad Wildungen - "Jeder, der zwei gesunde Hände hat, kann etwas schaffen", sagt Thomas Graupner. Er hat gemeinsam mit Betreuten des Lebenshilfe-Werks und vier Schülern der Mathias-Bauer-Schule ein Kunstwerk gebaut, das für Individualität, Kreativität und Zielstrebigkeit, aber auch für Inklusion steht.

Thomas Graupner ist Betreuer in der Wohngruppe für Menschen mit seelischen Behinderungen - aber er ist auch Künstler, der sich auf „Natur-Art“ spezialisiert hat. Seine Holzfiguren sind an vielen Standorten des Lebenshilfe-Werks im Landkreis zu sehen - neuerdings auch als Bestandteil eines Kunstwerks im Frankenauer Hof, dem Tagungshaus des Lebenshilfe-Werks. Graupner hat die Skulptur gemeinsam mit seinen Betreuten geschaffen.

Seit März haben bis zu 15 Betreute an dem Gesamtwerk mitgearbeitet: An dem wetterfesten Grundgerüst sind diverse Collagen, Holzarbeiten und Bilder befestigt, die jeder Beteiligte nach eigenem Können und Gefallen erstellt hat - einem der Leitsätze des Lebenshilfe-Werks entsprechend: „Jeder macht mit, wie er kann“.

Dieser und die drei weiteren Leitsätze „Jeder ist eigenartig“, „Jeder bekommt die Chance, neue Wege zu gehen“ und „Jeder ist gleich viel wert“ finden sich im oberen Teil des Kunstwerks wieder. Schüler der achten und neunten Klassen der Mathias-Bauer-Schule in Bad Wildungen haben sie auf farbige Tafeln geschrieben. Wie das Gesamtwerk nachher aussehen würde, wussten die Schüler zu diesem Zeitpunkt nicht: „Das war eine Überraschung“, sagt Viktor Dering, der daran mitgearbeitet hat.

(Von Andrea Pauly)

Warum dieses Kunstwerk ein Zeichen für Inklusion ist und warum es gerade deshalb besonders gut im Garten des Frankenauer Hofs aufgehoben ist, lesen Sie in der gedruckten Ausgabe von WLZ und FZ am Freitag, 7. November.

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