Marburg

Sieben Bewerber um die Uni-Präsidentschaft

- Marburg (r).Sieben Kandidaten sind noch in der engeren Wahl im Rennen um die Präsidentschaft der Marburger Philipps-Universität.

In der Sitzung des Marburger Uni-Senats wurden sieben von 22 Bewerbern auserkoren, sich persönlich bei den wahlberechtigten Mitgliedern der Senatslisten vorzustellen. Außer den beiden schon vorher namentlich bekannten Marburger Kandidaten haben es fünf Bewerber von außerhalb in die nächste Runde geschafft:

Professor Burghart Schmidt (1962 geboren) ist seit 2008 Vizepräsident der Universität Paul Valéry Montpellier III in der südfranzösischen Stadt Montpellier. Der deutsche Historiker ist dort auch Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit. Mit einer Dissertation über die Geschichte der Stadt Hamburg im Zeitalter der Französischen Revolution promovierte Schmidt im Jahr 1998 an der Universität Hamburg. Im Jahr 2005 wechselte Schmidt als Professor an die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg, bevor er 2006 nach Montpellier ging.

Der Zell- und Molekularbiologe Professor Joachim Herzig (60) war bis April Präsident der Fachhochschule Worms. Seitdem ist er im Kultusministerium von Rheinland-Pfalz Beauftragter für die Internationalisierung der rheinland-pfälzischen Hochschulen. Wie aus einem Artikel der „Allgemeinen Zeitung“ Mainz hervorgeht, bewarb sich Herzig zuletzt an mehreren Universitäten um das Präsidentenamt. Er wurde von den Hochschulgremien in keinem Fall gewählt. Unter anderem verlor Herzig im Oktober 2008, als es um die Nachfolge des Frankfurter Uni-Präsidenten Professor Rudolf Steinberg ging. Herzig war neben Professor Christoph Leyens (Cottbus) einer der beiden Konkurrenten des späteren Präsidenten Professor Werner Müller-Esterl in der Endrunde. Im November 2007 kandidierte er ohne Erfolg für das Rektorat der Universität Bamberg. Eine weitere Universität, an der sich Herzig bewarb, war nach Informationen der Oberhessischen Presse die Universität Flensburg.

Hans-J. Lietzmann (56) ist Professor für Politikwissenschaft an der Bergischen Gesamthochschule in Wuppertal. Der Düsseldorfer erlangte nach dem juristischen Staatsexamen 1978 im Jahr 1981 das Diplom im Fach Soziologie an der Philipps-Universität Marburg. An der Marburger Universität promovierte er auch 1986. Nach Zwischenstationen als Professor in Hamburg, Vechta, Essen und Berlin ist er seit 2002 Professor für Politikwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er von 2005 bis 2008 Dekan des Fachbereichs Geistes- und Kulturwissenschaften war. Unter anderem veröffentlichte er Bücher zu den Themen „Moderne Politik“ sowie „Die politische Verfassung Europas“.

Heinz Siedentop (geboren 1952) ist Professor am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik an der Ludwig-Maximilans-Universität in München und ist dort Dekan der Fakultät.

Dieter A. Stein ist Professor für anglistische Literatur und Sprachwissenschaft an der Universität Düsseldorf und war zuvor Professor an der Universität in Gießen.

Professor Gernot Frenking (63) ist Chemie-Professor und Dekan des Fachbereichs an der Marburger Universität. Frenking ist Mitglied der Professorenliste „Unabhängige Hochschullehrer“, die die meisten Sitze im Uni-Senat hat. Außerdem war er Senatsmitglied.

Die Kunsthistorikerin Professorin Katharina Krause (49) ist Vizepräsidentin der Philipps-Universität. Im Präsidium war sie für die Erarbeitung der Campus-Pläne der Hochschule verantwortlich. 2006 wurde sie für drei Jahre zur Uni-Vizepräsidentin gewählt. In diesem Jahr wurde sie bei der Wiederwahl für drei Jahre im Amt bestätigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare