Bruno Schmidt ist am Karfreitag 90 geworden

Er sieht gern Jauch und Silbereisen

Hat gestern seinen 90. Geburtstag gefeiert: Bruno Schmidt aus Gemünden. Foto: Shuhaiber

Gemünden. Bruno Schmidt hat an Karfreitag einen besonderen Tag gefeiert, seinen 90. Geburtstag. Der rüstige Rentner aus Gemünden kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken: Geboren wurde Bruno Schmidt in Ostpreußen im Kreis Heilsberg. Die Region wurde 1945 von der Roten Armee eingenommen und gehört heute zu Polen. Während dieser Zeit befand sich Bruno Schmidt in amerikanischer Gefangenschaft im französischen Reims.

Im Februar 1947 wurde er entlassen und ging nach Gießen. In seine alte Heimat konnte er nicht zurückkehren. Bei der Wehrmacht hatte er eine Ausbildung zum Flugzeugtischler absolviert. Nun konnte er sein Wissen bei den amerikanischen Besatzungskräften nutzen. In Gießen arbeitete er auf dem amerikanischen Flughafen. „Während meiner Gefangenschaft in Reims lernte ich viele Amerikaner kennnen, dadurch bin ich an die Stelle als Flugzeugtischler gekommen“, erinnert er sich. Hier lernte er auch sein zukünftige Frau Maria kennen, die ebenfalls auf dem Flughafen arbeitete.

Nach der Währungsreform 1948 zogen die beiden auf den Industriehof (heute Burgwald) und heirateten. Später zog die Familie nach Rosenthal, seit 1982 wohnt sie in Gemünden. Bruno Schmidt ist Vater von zwei Söhnen und drei Töchtern. Mittlerweile hat er schon sechs Enkel und sechs Urenkel. Vor zwei Jahren feierten er und seine Frau Diamantene Hochzeit.

1977 die alte Heimat besucht

1977 reiste der 90-Jährige noch einmal in seine alte Heimat nach Heilsberg. „Ich bin früher gerne verreist, ich war in Paris, Schweden, Ungarn und Litauen“, erzählt er. Heute können Maria und Bruno Schmidt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verreisen.

Ein Mal in der Woche fährt Bruno Schmidt mit seinem Auto zum Einkaufen. Kleinere Besorgungen erledigt er zu Fuß. Zu seinen Leidenschaften gehört die Volksmusik. Gemeinsam mit seiner Frau Maria schaut er Sendungen mit Florian Silbereisen und Carmen Nebel. Außerdem sieht er gerne Ratesendungen. Mit „Wer wird Millionär“ hält er sich geistig fit. (alh)

Quelle: HNA

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