Stammtisch in Dodenau

Vor dem Singen erst die Stimme ölen

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Sie stoßen auf das 20-jährige Bestehen des Stammtischs „SaBoWiBo“ an: Hartmut Born, Eckhard Born, Achim Creutzburg und Alfred Winter feiern den „Geburtstag“ im Hotel Sassor.Foto: Mark Adel

Battenberg-Dodenau - Die vier Männer sitzen ein bisschen versteckt hinter der Garderobe, aber trotzdem in Rufweite zur Theke des Hotels Sassor. Jeder hat ein fast geleertes Bierglas vor sich und ein vollständig geleertes Schnapsglas. Sie haben was zu feiern, die vier vom Stammtisch "SaBoWiBo": Seit genau 20 Jahren treffen sie sich jede Woche.

Der Name geht zurück auf die Nachnamen der Mitglieder: Heino Sassor, der 2010 verstorben ist, Hartmut Born, Alfred Winter und Eckhard Born. Seit 2010 ist Achim Creutzburg Mitglied, der Name sollte aber nicht geändert werden.

„Ursprünglich wollten wir vor der Gesangsstunde die Stimme ölen“, berichtet Eckhard Born. Die Gründungsmitglieder - neben den beiden Borns und Alfred Winter war das noch Hans Walter Schumacher, der Stammtisch hieß anfangs SchuBoWiBo - waren alle Mitglieder des MGV und trafen sich freitags im Gasthaus Arnold.

Anschließend ging es zum Singen des MGV. Das klappte bislang immer trotz vorherigen Kneipenbesuchs: „Wir sind nach dem Stammtisch immer noch lernfähig“, verraten die Mitglieder.

Zu erst wechselte die Wirtschaft - der Stammtisch tagt schon seit vielen Jahren im Hotel Sassor. Nach der Verlegung der Chorproben wurde auch das wöchentliche Treffen auf Dienstag festgesetzt. Hans Walter Schuhmacher trat aus, Wirt Heino Sassor im Jahr 2008 ein. Er fehlt den Mitgliedern des Stammtischs: „Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, sagt Eckhard Born.

Geblieben sind die Gesprächsthemen. Das aktuelle Dorfgeschehen, der Fußball, Neues aus dem Gesangverein und Nachrichten aus der Welt werden diskutiert und nach Stammtisch-Art analysiert. Weil die Mitglieder schon immer über den Tellerrand geblickt haben, unternehmen sie Fahrten und Wanderungen, die Alfred Winter organisiert. Er ist seit 20 Jahren der Kassierer der Gruppe. Ziele waren unter anderem Heidelberg, Bad Emstal, Königswinter, Bad Laaspe, die Mosel oder Dresden. „Ab und zu dürfen auch die Ehefrauen mit, wenn sie sich gut getragen haben“, verraten die Männer. Im April ist schon der nächste Ausflug nach Bad Emstal geplant. Legendär sind auch die Auftritte bei Sängervergnügen und Dorffesten, zum Beispiel mit den „Glocken von Rom“. Das lustige Quartett kann viel aus den vergangenen 20 Jahren erzählen und freut sich auf das Jubiläum in fünf Jahren. In der Zeit nimmt ein Gesprächsthema immer größeren Raum ein: das Rentnerdasein.

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