Bürgermeister beantwortete Anfrage der CDU

Sirenen würden Battenberger vor einer Katastrophe warnen

Warnen die Bewohner des Kreises: Sirenen gibt es im Werra-Meißner-Kreis fast flächendeckend. Ihr Klang hat je nach Ton verschiedene Bedeutungen.
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Warnen die Bewohner des Kreises: Sirenen gibt es in Waldeck-Frankenberg fast flächendeckend.

Wie bereiten sich Feuerwehr und Verwaltung auf einen Katastrophenfall vor? Diese Frage hatte die Battenberger CDU schon kurz nach der Flutkatastrophe im Raum Ahrweiler gestellt. In enger Zusammenarbeit mit dem Stadt- und dem Kreisbrandinspektor hat Bürgermeister Christian Klein die Anfrage nun beantwortet.

Battenberg - Alarmiert würden die Rettungskräfte über Funkmeldeempfänger (Pager) oder Sirenen, die nach Auskunft des Bürgermeisters in jedem Stadtteil vorhanden sind.

Die Ausrüstung der heimischen Feuerwehren entspreche dem aktuellen Bedarfs- und Entwicklungsplan. Eine „gute Grundausstattung“ für den Einsatz im Katastropenfall sei vorhanden. Die Feuerwehr habe jedoch angeregt, zusätzlich zwei Hochwasserschutzpumpen mit einer Förderleistung von mehr als 2000 Litern in der Minute anzuschaffen, sagte Klein. Für überörtliche Einsätze gebe es seit 2004 einen Katastrophenlöschzug in Battenberg, der auch beim Elbe-Hochwasser 2013 und beim Schneechaos im Münsterland 2005 bereits eingesetzt worden sei.

Hessen-Warn-App empfohlen

Die Bevölkerung würde im Fall einer Katastrophe über die vorhandenen Sirenen gewarnt. Es bestehe auch die Möglichkeit, die Bevölkerung durch Lautsprecher-Durchsagen von Feuerwehrfahrzeugen aus zu informieren. Jeder Interessierte könne sich die kostenlose „Hessen-Warn-App“ auf sein Smartphone laden, sagte Christian Klein. Falls der Strom ausfalle, könne die Alarmierung der Bevölkerung über Lautsprecher-Durchsagen mit Feuerwehrautos erfolgen. Empfehlenswert sei darüber hinaus ein batteriebetriebenes Radio in jedem Haushalt, riet der Bürgermeister

Gefragt hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Martin Schelberg auch, ob es im Battenberger Stadtgebiet Flächen gibt, die besonders gefährdet sind. Hier müsse man zwischen Hochwasser und Starkregenereignissen unterscheiden, heißt es in der Antwort. Durch Hochwasser in der Eder seien bestimmte Bereiche in Dodenau sowie der Mühlrain in Battenberg besonders gefährdet. Wenn von der Messstelle „Pegel Dotzlar“ eine Warnmeldung ergehe, bleibe „in der Regel genüend Zeit“, um die betreffenden Grundstückseigentümer zu warnen und Gebäude zu schützen. Durch Starkregenereignisse könnten aufgrund vorhandener Bachläufe bestimmte Bereiche in Frohnhausen und Berghofen gefährdet sein.

Im Fall einer Katastrophe würde der Einsatz der Hilfs- und Rettungskräfte vom Landkreis aus gesteuert. Die örtliche Einsatzleitung würde dann im Battenberger Feuerwehr-Gerätehaus eingerichtet. Geprüft werde derzeit die Möglichkeit, in allen Feuerwehrhäusern eine Notstromversorgung nachzurüsten, sagte Christian Klein.

Auch Internet-Ausfall bereitet Probleme

Es gehe nicht nur um Feuer und Hochwasser, fügte der Bürgermeister hinzu. „Ganz erhebliche Probleme“ könnten auch entstehen, wenn ein Breitband-Kabel beschädigt werde, wie kürzlich geschehen. „Damit müssen wir uns befassen“, sagte Klein.  

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