Schauspiel am Himmel in mehreren Phasen

So gut war der Blutmond über dem Frankenberger Land zu sehen

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Die einzelnen Phasen der totalen Mondfinsternis mit der Verfärbung zum sogenanntem Blutmond hält diese Bilderfolge fest, die zwischen Wiesenfeld und Birkenbringhausen entstand.

Frankenberg. Wer die klirrende Kälte nicht fürchtete, konnte am frühen Montagmorgen über dem Frankenberger Land ein spektakuläres Himmelsereignis erleben.

Zu sehen war eine totale Mondfinsternis, die mit einem Supervollmond zusammenfiel, sodass der verfinsterte Blutmond als besonders rot erschien.

Wer sich um 4.30 Uhr den Wecker gestellt und unverbaute Sicht nach Westen und Nordwesten hatte, erlebte bei klarem Himmel mit, wie sich der Erdschatten langsam vor den Mond schob.

Nur bei Vollmond kann es solch eine totale Mondfinsternis geben. Sie entsteht, wenn der Mond durch den Erdschatten wandert. Der Mond steht dabei von der Sonne aus gesehen genau hinter der Erde und taucht in ihren Kernschatten.

Als dann gegen 5.41 Uhr Sonne, Erde und Mond genau in dieser Achse standen, verdunkelte der volle Erdschatten den Mond. Er wurde jedoch nicht komplett schwarz, sondern schimmerte fast eine Stunde lang rötlich, denn die Atmosphäre der Erde streut langwelliges, rotes Sonnenlicht zum Erdtrabanten. Um 6.44 Uhr begann der Mond, vom Kernschatten wieder in den Halbschatten der Erde zu wechseln, behielt aber immer noch einen Teil seiner Rotfärbung bei.

Kurz vor dem Monduntergang im Nordwesten entwickelte sich das Schauspiel noch einmal zu voller, allerdings auch bei normalem Vollmond gern zu beobachtender Schönheit: Die Mondscheibe wirkte, je näher sie dem Horizont rückte, besonders groß – Folge einer optischen, sogenannten „Mondtäuschung“ durch den Sehwinkel.

Und besonders rot strahlte der Mond nun auch nochmal – aber das ist die Folge der stärker rotwelligen Strahlung, die Sonnen- und Monduntergänge auch sonst bei Urlaubsfotos immer so stimmungsvoll einfärbt.

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