Grenzen sind derzeit geschlossen

So wirkt sich die Corona-Krise auf Frankenberger Städte-Partnerschaften aus

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Auch der Trocadero-Platz vor dem Eiffelturm in Paris ist wegen der Corona-Krise derzeit nahezu menschenleer. 

Die Corona-Krise hat auch Einfluss auf die Verbindungen zwischen Partnerstädten innerhalb Europas. Besuche an Pfingsten und Himmelfahrt wurden schon abgesagt. Wir haben nachgefragt, wie die Lage in Partnerstädten ist und wie sich die Krise auf die Partnerschaften auswirkt.

„Die Partnerschaften zu unseren Partnerstädten werden sich massiv verändern.“ Diese Meinung vertritt Erhard Wagner, der Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung Frankenberg, angesichts der Corona-Krise. Die Stadt Frankenberg unterhält Partnerschaften mit Brou in Frankreich, Seekirchen in Österreich, Manningtree in England, Frankenberg in Sachsen und Bytow in Polen.

Insbesondere glaubt Wagner, dass sich die Länder wegen Corona zu mehr „Nationalstaatlichkeit“ verändern werden. „Bisher konnten wir in alle Staaten fahren, das war unproblematisch.“ Nun befürchtet Wagner, dass die Landesgrenzen wegen Corona dicht bleiben. Eine Folge werde sein, dass die Partnerschaften „auf andere Ebenen“ verlagert werden müssten. „Dann müssen wir uns andere Kontakte überlegen – etwa über das Internet. Das wird aber nicht so einfach.“

Erhard Wagner, Vorsitzender der Partnerschaftsvereinigung Frankenberg/Eder

Ziel der Partnerschaftsvereinigung werde es auf alle Fälle sein, das „europäische Denken“ beizubehalten. „Wir wollen dazu beitragen, dass Europa nicht auseinanderfällt“, sagt Wagner. Zu den partnerschaftlich verbundenen Orten und Regionen müssten die Beziehungen erhalten bleiben.

Ob das für den 3. Oktober in Geismar geplante Partnerschaftsjubiläum mit Manningtree und Frankenberg/Sachsen stattfinden könne oder um ein Jahr verschoben werden müsse, kann Wagner noch nicht sagen. Wagner: „Wir werden aber kein Risiko eingehen.“

Etliche Besucherveranstaltungen im Rahmen der Partnerschaftsvereinigung seien bereits abgesagt worden, informierte Sandra Frost, die Geschäftsführerin der Frankenberger Partnerschaftsvereinigung. So die Besuche der Landwirte aus Brou Ende April, des DRK-Seekirchen Anfang Mai und einer Delegation aus Brou Mitte Mai. 

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Quelle: HNA

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