Futterspende für Hochwassergebiete

Solidarität mit ostdeutschen Kollegen

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Frankenau - Die Landwirte aus Frankenau zeigen sich solidarisch mit Berufskollegen im Flutgebiet in Sachsen-Anhalt und spenden Futtermittel. Einen Laster mit Heuballen, Stroh und Silage schickten sie am Sonntag auf den Weg nach Sachsen-Anhalt.

Hochkonjunktur herrschte am Samstag in Frankenau. Helmut Schelberg, Heiko Schelberg, Lukas Mengel, Tobias Weller und Mario Backhaus beluden den 40-Tonnen-Lastwagen der Firma Mengel, der am Sonntag nach Aken in der Nähe von Dessau startete, mit Futtermitteln, die die Frankenauer Bauern gespendet haben. 18 Quaderballen, elf Siloballen und zwölf Rundballen sollen den Bauern in den ehemaligen Überflutungsgebieten helfen, deren Felder durch das Hochwasser nicht mehr zu bewirtschaften waren. „Ich glaube, da drüben ist die Hilfe bitter nötig“, sagte Helmut Schelberg. Die Ernte sei gut gewesen und die Landwirte könnten problemlos etwas abgeben, erklärte er.

Die Idee zu der Aktion kam Schelberg bei einem Telefongespräch mit Hans-Wilhelm Mengel, der vor Kurzem selbst im Flutgebiet war. In Frankenberg habe es bereits eine Futterbörse gegeben, aber die Resonanz sei nicht so groß gewesen, sagte Schelberg. „Da dachten wir, wir nehmen das selber in die Hand.“ Daraufhin habe er andere Landwirte in der Ziegenbockstadt angesprochen und alles Nötige in die Wege geleitet. Eine Adresse, wo die Hilfe nötig ist, bekamen die Landwirte von der Stadt Volkmarsen, deren Mitarbeiter sich auch darum kümmerten, dass der voll beladene Lastwagen gestern trotz Sonntagsfahrverbot starten durfte.

„Uns ist es wichtig, dass das Futter an kleine, mittelständische Betriebe geht“, sagte Lukas Mengel. Zusammen mit Hans-Wilhelm Mengel und Helmut Schelberg machte er sich selbst auf den Weg nach Aken, um den landwirtschaftlichen Betrieben dort die dringend benötigten Futtermittel zu bringen.

Durch das Hochwasser im späten Frühjahr in Ostdeutschland sind dort zum einen Teile der Heu- und Strohbestände vernichtet worden, zum anderen können die Landwirte auf den ehemals überfluteten Wiesen kein Heu einfahren. So hoffen die Frankenauer auf Nachahmer: „Wenn noch ein Lastwagen voll wird, fahren wir auch gerne noch einmal“, betonte Schelberg. Wer weitere Heu-,Stroh- oder Silageballen spenden möchte, erreicht ihn unter Telefon 06455/ 8263.

Von Katharina Beule

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