Laisaer diskutierten, wie das zu sanierende Gebäude besser genutzt werden kann

DGH soll gefragter werden

Sanierungsbedürftig: Am Laisaer Dorfgemeinschaftshaus gibt es einiges zu tun, der Altbau (rechts) stammt aus dem Jahr 1950 und war früher Schule, der Neubau (links) wurde 1970 ergänzt. Foto:  zpd

Laisa. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Laisa ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Architekt Werner Belz, der selbst aus Laisa kommt, traf sich mit Mitgliedern des Ortsbeirats und Vertretern der Laisaer Vereine, um Details der Planung zu besprechen.

„Wir wollen innerhalb der nächsten vier, fünf Wochen festlegen, was genau wir an unserem DGH machen wollen“, erklärte der Architekt nach dem Treffen.

In der Sitzung ging es vor allem um die zukünftige Nutzung des Gebäudes. Das Laisaer DGH wird durch Tischtennisspieler, Männergesangverein, Trachtengruppe, Turnfrauen, Kegelclubs und die Kirchengemeinde zwar jeden Tag genutzt, außerdem für Versammlungen und Beerdigungen, private Familienfeiern finden aber seltener statt als früher. Die Laisaer müssen sich deshalb überlegen, wie sie all diese Interessen bei der Sanierung berücksichtigen und das Haus noch attraktiver machen.

Fest steht, dass es an dem Gebäude einiges zu tun gibt. Der Altbau mit Toiletten und Trachtengruppenraum stammt aus dem Jahr 1950 und war früher Schule. Großer Saal, Küche und Kegelbahn wurden 1970 angebaut. „Es besteht großer Nachholbedarf, um das DGH wieder gesellschaftsfähig zu machen“, sagt Architekt Werner Belz.

Fenster und Türen erneuern

Er stellte in der Sitzung vor, wie die Räume saniert werden könnten. Alle Fenster und Türen sollen erneuert, Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Elektrik auf den neusten Stand gebracht werden. Auch Wände, Böden und Decken brauchen neue Beläge oder Farben.

Eine entscheidende Frage ist, wie großer Saal und Thekenraum zukünftig aussehen sollen. Möglich ist, eine Trennwand im großen Saal, um die Räume für kleinere Familienfeiern attraktiver zu machen. Bei all diesen Plänen müssen die Laisaer aber das Budget im Blick haben. „Wenn wir Kosten sparen wollen, müssen wir auch mal mitanpacken“, sagte Ortsvorsteher Günther Belz.

Wie berichtet, wird mit Geld aus dem Konjunkturprogramm bereits in diesem Jahr die komplette Wärmedämmung des Gebäudes auf den neusten Stand gebracht. „Damit wir diese Arbeiten mit den Vorhaben in der Dorferneuerung abstimmen können, müssen wir jetzt schon festlegen, was wir später innen machen wollen“, erklärte Architekt Werner Belz.

„Es besteht großer Nachholbedarf, um das DGH wieder gesellschaftsfähig zu machen.“

Architekt Werner Belz

Aus Dorferneuerung, Konjunkturprogramm und Sonder-Investitionsprogramm sollen insgesamt 450 000 Euro in das Laisaer DGH investiert werden. Baubeginn an der Fassade werde in diesem Sommer sein, kündigte Werner Belz an. Der Innenbereich sei frühstens 2011 an der Reihe. Für die Umsetzung der Dorferneuerung ist bis 2018 Zeit. Kindergarten und Küche sind in den derzeitigen Plänen nicht berücksichtigt, weil noch nicht feststeht, wie es mit dem Kindergarten in Laisa weitergeht. (zpd)

Quelle: HNA

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