Motto: „Burgen, Schlösser und Ruinen“

Sommer auf Sommertour

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An der Burgruine in Hatzfeld startete die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer (6.v.l.) ihre Sommertour 2015 die unter dem Motto „Burgen, Schlösser und Ruinen steht“. Foto:Willi Arnold

Hatzfeld - Es hat schon Tradition: Einst von SPD-Landtagsabgeordnetem Reinhard Kahl ins Leben gerufen, wird die Sommertour von seiner Nachfolgerin Dr. Daniela Sommer fortgeführt. Der Startschuss fiel am Wochenende in Hatzfeld.

Am Freitagabend startete die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer ihre Sommertour an der Burgruine hoch über Hatzfeld. Rund 50 Besucher waren zur Auftaktveranstaltung gekommen, die in diesem Jahr unter dem Motto „Burgen Schlösser und Ruinen“ steht. Sieben der acht geplanten Etappen finden im Landkreis Waldeck-Frankenberg statt.

Rückblickend auf das zum Teil schlechte Wetter ihrer ersten Tour im vergangenen Jahr sagte Dr. Sommer: „Es sieht so aus als mache ich in diesem Jahr meinem neuen Namen alle Ehre“, denn es war ein herrlicher Sommerabend auf der Burgruine, wo sie unter den Gästen auch den Hatzfelder Ehrenbürgermeister Uwe Ermisch, dessen Nachfolger Bürgermeister Dirk Junker und ihren Abgeordnetenvorgänger Reinhard Kahl, der vor rund 20 Jahren die Sommertouren ins Leben gerufen hatte, begrüßte. Die Burg der Herren von Hatzfeldt wurde 1282 erstmals erwähnt und begann schon im 16. Jahrhundert zu verfallen. Sie war, wie aus einem Inventarium hervorgeht, 1570 schon zum Teil wüst, jedoch war ein kleiner Teil der Burg noch bis 1707 bewohnt.

Burgruine noch in Familienbesitz

Der Burgberg mit der Ruine befindet sich auch heute noch im Familienbesitz derer von Hatzfeldt - Eigentümer ist Sebastian Graf von Hatzfeldt. Humorvoll und sachkundig führte der Vorsitzende des Vereins für Burg- und Heimatgeschichte aus Hatzfeld, Harald Gross, die Besucher über die Burganlage, wo in den vergangenen Jahren Ausgrabungs- und Sanierungsarbeiten unternommen wurden, die einen Eindruck über die Größe der ehemals imposanten Burganlage über dem Edertal verschaffen. „Da es keine Abbildungen vom Zustand der Burg in ihrer Blütezeit gibt, ist man bei der Rekonstruktion auf die Funde und Forschungsarbeiten angewiesen“, erklärten Gross und sein Vorstandskollege Heinz Schreiner, die sich mit 239 Mitgliedern ihres „Burgvereins“ die Erforschung der Burgruine sowie der Geschichte der Erbauer und Besitzer zum vorrangigen Ziel gesetzt haben. Der SPD-Ortsverein aus Hatzfeld lud nach der sehr informativen Führung alle Gäste rund um das „Freizeithaus auf der Burg“ ein, wo Gross und Schreiner weiter von der Erhaltung der Burgruine berichteten.

Von Willi Arnold

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