Flexibilität wichtig für Berufserfolg · Schüler kritisieren neue Verordnung

„Sonntagsarbeit ? – Nein, danke !“

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- Frankenberg (pk). Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) haben Frankenberger Schüler über Sonntagsarbeit diskutiert. Letztlich waren sich alle einig, dass sie sonntags gerne einen freien Tag hätten.

„1, 2, 3, Sonntag frei! Familientag herbei!“, „Sonntagsarbeit? Nein, Danke!“ oder „Wann arbeiten wir uns endlich tot?“ – mit diesen Slogans haben Schüler der Edertalschule Plakate gegen Sonntagsarbeit gestaltet. Im Unterricht haben die Elftklässler des Orientierungskurses Politikwissenschaften zusammen mit Manfred Abt und Ralf Hammann vom DGB über Arbeiten am Sonntag diskutiert.

In einer Doppelstunde haben die Schüler über ihre Ziele gesprochen und darüber, wie sie diese erreichen können. „Wir kamen darauf, dass Fleiß, Disziplin und Organisation wichtig sind – aber auch Flexibilität“, erklärt Schülerin Stella Ruhwedel. Über diese Erkenntnis schaffte die Klasse den Übergang zum eigentlichen Thema. Moderiert von Hammann, sammelten sie Aspekte, die für oder gegen Arbeit an Sonntagen sprechen. Dafür sprachen laut Ruhwedel höhere wirtschaftliche Produktivität und längere Einkaufszeiten. „Wir haben aber mehr Argumente für einen freien Sonntag gefunden“: Religiöse Menschen könnten nicht in die Kirche gehen, der Sonntag als Tag für die Familie falle weg, soziale Kontakte und die Gesundheit leiden – „und die Schnapsindustrie hat weniger Einnahmen“, ergänzte die Schülerin augenzwinkernd.

„Die Diskussionen waren interessant, weil wir geteilter Meinung waren“, sagte Ostrowski. Klassenkameraden hätten Aspekte in die Diskussion eingebracht, die man selbst nicht bedacht hätte. „Wir hatten auch viel Spaß bei der Erarbeitung und bei einigen Ideen auch viel zu lachen.“ Mit dem gleichen Thema sind die beiden Vertreter des DGB auch in eine gemischte Lerngruppe der neunten Hauptschul- und der zehnten Realschulklasse der Ortenbergschule gegangen. „Wir wollen das Thema im Kreis in die Diskussion bringen“, erläuterte Manfred Abt die Beweggründe.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 20. Januar

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