Dr. Martin Viessmann zeichnet Gründungsmitglieder aus

„Sounds of Viessmann“: Premierenkonzert des neuen Werkschors

An der Seite des neuen Chorleiters Dominic Zissel bot der neue Viessmann-Werkschor ein außergewöhnliches Konzert, bei dem Sänger wie Zuschauer Spaß hatten.

Allendorf (Eder - Mit einem Konzert des neuen Chors „Sounds of Viessmann“ vor über 800 Zuhörern begann am Sonntagabend eine neue Ära der Chormusik beim Allendorfer Heiztechnikunternehmen.

Stehende Ovationen gab es nach zweieinhalb Stunden moderner Chormusik für die 60 Sängerinnen und Sänger und ihren Chorleiter Dominic Zissel. Auf den Tag genau 50 Jahre nach der Gründung des ersten Werkschores feierte der neue Chor in der Eingangshalle des Warenverteilzentrums seine Premiere. Vom Auszubildenden bis zum Pensionär treffen sich seit März Männer und Frauen einmal wöchentlich zu Übungsstunden. Mit dabei sind rund 20 Aktive des ehemaligen Werkschors. Viele Sängerinnen und Sänger brachten auch Erfahrungen aus Chören der Region mit. In kurzer Zeit haben sie fast 20 Titel aus der Pop- und Rockmusik der vergangenen Jahrzehnte einstudiert.

Dr. Martin Viessmann hob in seinem Grußwort den hohen Stellenwert der Chortradition im Unternehmen hervor: „Das ist ein gutes Stück gelebter Unternehmenskultur“. Der Chor stärke das Zusammengehörigkeitsgefühl der Belegschaft und sei ein Botschafter nach außen. Er erinnerte an Auftritte des ehemaligen Werkschores in Ungarn, Frankreich oder Kanada. Er bezeichnete das neue Konzept eines gemischten Chores als mutige Entscheidung, der dem veränderten Zeitgeist Rechnung trage. Viessmann lobte Chorleiter Dominic Zissel, der mit viel Elan neuen Schwung in den Chor gebracht habe.

Lebhaft und lautstark

Schwungvoll zum Titel „I’m walkin’“, gespielt von Matthias Müller auf dem Klavier, marschierten die Sängerinnen und Sänger ein. Die Vorsitzende des Chores, Marianne Linne, begrüßte unter den Gästen neben der Familie Viessmann auch Bürgermeister Claus Junghenn sowie Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsführung der Viessmann-Gruppe.

Lebhaft und lautstark ging es durch das gut zweistündige Programm. Mit „Yesterday“ von den Beatles erinnerten die Sänger an die Vergangenheit. Als Gesangssolistin überzeugte Anni Barth aus Wilnsdorf. Die Sängerin und Musiklehrerin hatte den neuen Chor im Vorfeld bei einem Workshop ausgebildet. Bei „California dreaming“ brillierte der Battenberger Frank Seibel als Saxophon-Solist. Die Männer erinnerten mit „So schön, so schön war die Zeit“ von Freddy Quinn an den ehemaligen Chor. Mit „Rote Lippen soll man küssen“ lieferten sie einen Höhepunkt des Abends. Volker Obermann blickte zurück und ehrte fünf Gründungsmitglieder des Werkschors im Jahr 1963: Karl Cronau, Walter Gailing, Heinz-Jürgen Krafthöfer, Georg Marburger und Peter Schneider.

Eine grandiose Einlage lieferte das Percussion-Ensemble des Battenberger Musikzuges unter der Regie von Timo Birkenbusch. Ob auf Eimern, Rohren, Barhockern oder einer Jaguar-Motorhaube, die Akteure riefen mit ihrem Trommeln auf vielerlei Gegenständen perfekte Melodien hervor. Höhepunkte waren „Bum Classics“ von Beethoven, Mozart und Bach oder ein Medley der neuen Deutschen Welle zum Mitklatschen.

Mit einem Ausflug nach Afrika und dem Titel „Siyahambe“ sowie Spirituals und Gospels eröffnete der Chor den zweiten Teil des Programms. Anni Barth und Dominic Zissel begeistern als Solisten bei „Let us stand“, Gopel-Day-Titel aus 2010. Ein Höhepunkt folgte dem anderen: Anni Barth mit ihrem Sologesang „Read all about it“ und der stimmungsvolle Scorpions-Hit „Wind of change“. Das Lebensgefühl der Freiheit vermittelte die „Perfekte Welle“, bei der alle vier Stimmen gekonnt in Szene gesetzt wurden. Krönender Abschluss: „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen. Mit viel Bewegung und lachenden Gesichtern übertrugen die Akteure auf der Bühne die Freude am Singen auf die Zuhörer im Saal. Als Zugabe folgte der Kanon „Es ist Sommer“.

Weitere Auftritte geplant

Der Erlös der Premiere - statt eines Eintritts wurde um Spenden gebeten - ist für die „Frankenberger Tafel“ bestimmt. Der Chor plant demnächst weitere Auftritte bei Konzerten und Märkten.

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