Gemünden

Die „Soziale Stadt“ leidet an Geldnot

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- Gemünden (gl). Der Tenor bei der Bürgerversammlung war eindeutig: Von der Teilnahme am Förderprogramm „Soziale Stadt“ hatten sich die Verantwortlichen in Gemünden mehr erhofft. Nun gelte es, das Beste aus den verbleibenden sechs Jahren zu machen.

Sie wollten die Bürger informieren über das Programm „Soziale Stadt“, über das, was bereits geschehen ist, über den derzeitigen Stand und das, was noch kommen soll: Stadtverordnetenvorsteher Matthias Lückel und Bürgermeister Frank Gleim hatten am Donnerstag zur Bürgerversammlung eingeladen, zusammen mit dem Vorsitzenden des Arbeitskreises „Stadtentwicklung“, Professor Dr. Ralf Zoll, und dem Jugendsozialarbeiter Todor Tabakov.

Allerdings wollten nur wenige Bürger wissen, wie es um die „Soziale Stadt“ steht: der überwiegende Teil der Anwesenden bestand aus Stadtverordneten, Kommunalwahl-Kandidaten und Mitgliedern Gemündener Vereine, also all denjenigen, „die sich so oder so engagieren“, stellte Stadtverordnetenvorsteher Lückel enttäuscht fest. Dabei gab es einiges zu berichten – wenn auch wenig Erfreuliches.

Die Botschaft des Abends: Die Hoffnungen in das Programm haben sich nicht erfüllt, die Gelder fließen nicht wie erwartet. Gemünden befindet sich seit 2007 im Programm „Soziale Stadt“, das auf zehn Jahre angelegt ist. Insgesamt, sagte Zoll, sei man anfangs von einem gesamten Fördervolumen von etwa vier Millionen Euro ausgegangen. „Wir können froh sein, wenn es die Hälfte wird“, ergänzte er. Durch Fördermittel des Programms von Land und Bund sollen benachteiligte Städte, Stadtteile, Straßen und Viertel aufgewertet werden. Die Stadt muss dabei – grob gerechnet – einen Anteil von etwa 30 Prozent je Projekt tragen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 26. Februar.

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