60. Geburtstag des Bezirksvereins der Landfrauen in Rosenthal – Ehrungen

Ein soziales Netzwerk

Sie sind seit 60 Jahren Mitglied im Landfrauenverein: (von links) Bezirksvorsitzende Christa Rauhio, Annelene Klee, Frieda Bornscheuer, Elli Grebe, Geschäftsführerin Eva Golde. Nicht anwesend sein konnte Katharina Müller.

Rosenthal. Eine gemütliche Geburtstagsfeier ganz nach Landfrauengeschmack genossen rund 200 Gäste anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Bezirkslandfrauen Frankenberg. Die geladenen Vorstandsmitglieder der 31 Ortsvereine, ehemalige Bezirksvorstandsmitglieder und Ehrengäste trafen sich in Rosenthal, wo 1951 unter der Leitung von Elise Mengel der erste Landfrauenverein aus der Taufe gehoben worden war.

„Ihr macht eine wunderbare ehrenamtliche Arbeit“, sagte Bezirksvorsitzende Christa Rauhio. Mit den 2952 Mitgliedern des Bezirksvereins verfügten die Landfrauen über ein breitflächiges Netzwerk, das aus dem sozialen Leben des ländlichen Raums nicht mehr wegzudenken sei.

In einer kleinen Andacht beschäftigte sich Pfarrerin Tosca von der Ahé mit dem Begriff des Dankens und der Dankbarkeit. Die musikalische Umrahmung gestaltete der Gitarrenchor Joy, und die Landfrauen stimmten bei „Danke für diesen guten Morgen“ gerne mit ein.

Bürgermeister Hans Waßmuth gratulierte als Hausherr der Sport- und Kulturhalle und erinnerte in einem Rückblick an die Entwicklung Rosenthals, das sich heute als liebenswertes Städtchen mit Zukunft präsentiere.

„Großer Einfluss“

Die Grüße des Landfrauenverbandes Hessen überbrachte dessen Präsidentin Evelyn Moscherosch. „Sie verfügen hier in dieser Region über einen großen Einfluss“, sagte sie und zog eine positive Bilanz der vergangenen Jahrzehnte. Doch auch im Jahr 2012 müssten sich die Landfrauen neuen Herausforderungen stellen, Schwerpunkte in der Arbeit bilden und neue Arbeitsfelder schaffen. „Der Erfolg von gestern ist heute schon Normalität“, rief Moscherosch ihren Zuhörerinnen zu.

Wichtig sei es jetzt vor allem, die Mitgliederzahlen zu stabilisieren und junge Frauen für die Ortsvereine zu gewinnen. Die 800 hessischen Landfrauenvereine mit ihren 50 000 Mitgliedern bereicherten in vielerlei Hinsicht das Leben auf dem Lande und bildeten eine starke Gemeinschaft. Gerade in den Bereichen Ernährung, Entspannung und Bewegung gelte es, die bestehenden Angebote auszubauen. Wichtig sei es auch, geschlossen aufzutreten und in der Öffentlichkeit auf die Landfrauenarbeit hinzuweisen.

Geschärft werden solle das Berufsbild „Hauswirtschaft“, wozu auch eine entsprechende Honorierung gehöre, sagte Evelyn Moscherosch. Für die geplanten Maßnahmen zur Imagestärkung der Landfrauen bat sie um aktive Unterstützung.

Kreislandwirt Fritz Schäfer benutzte das Curd-Jürgens-Lied „60 Jahre und kein bisschen weise“ als Basis für sein Grußwort. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit den Landfrauen, außerdem seien sie ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Gemeinsame Lieder, Tänze der Kindergruppe der Rosenthaler Landjugend und ein lustiger Sketch mit Landfrauen aus Schmittlotheim trugen weiter zur Unterhaltung bei.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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