Gemünden

Spar- und Kredit-Bank will nicht mehr fusionieren

- Gemünden (rou). Aus dem Zusammenschluss der Gemündener Spar- und Kredit-Bank und der Frankenberger Bank wird auch im vierten Anlauf nichts, stellte Vorstandssprecher Heinrich Trier am Montag klar.

Die Gemündener Spar- und Kredit-Bank wird nicht mit der Frankenberger Bank fusionieren. Dies stellte Vorstandssprecher Heinrich Trier am Montag in einer schriftlichen Mitteilung an die FZ klar. Trier erklärte die Verhandlungen der beiden Raiffeisenbanken für gescheitert. „Die Spar- und Kredit-Bank hat die laufenden Fusionsgespräche abgebrochen und sich für die weitere Selbstständigkeit entschieden.“

Als Grund nannte er die Ausführungen des Vorstandssprechers der Frankenberg Bank, Ralf Schmitt, über die in den vergangenen Wochen geführten Gesprächen über einen Zusammenschluss (FZ berichtete in der Freitagausgabe).

Die Darstellung der Ergebnisse der bisherigen Fusionsgespräche sei in Teilbereichen nicht korrekt gewesen, teilte Trier mit. Zwischen der Gemündener und der Frankenberger Bank sei zudem vereinbart gewesen, vor Abschluss der Verhandlungen keine öffentliche Erklärung abzugeben.

Ziel der Fusion sei die Stärkung der beiden Banken und damit die Sicherung der Leistungsfähigkeit zugunsten der Mitglieder und Kunden gewesen. Für einen freiwilligen Zusammenschluss sei jedoch erforderlich, dass Vertrauen unter den handelnden Personen bestünde. „Dieses Vertrauen ist nicht gegeben“, heißt es in der Erklärung.

Die Gemündener Spar- und Kredit-Bank sei zwar eine kleine Bank, in Deutschland gebe es allerdings noch etwa 250 kleinere Genossenschaftsbanken. Sie verfüge jedoch über ein hervorragendes Leistungsvermögen. Die Spar- und Kredit-Bank habe sich in den „letzten Jahren zu der eigenkapitalstärksten Bank in der gesamten Region entwickelt“, erklärte Heinrich Trier.

Auch nach der Einschätzung des Prüfungsverbandes verfüge die Spar- und Kredit-Bank über eine sehr gute Zukunftsfähigkeit und sei nach dem Verbundrating wie die Frankenberger Bank mit einem guten A-Rating ausgestattet. „Die Bank strebte mit der Fusion einen Zusammenschluss zweier gleicher Partner an. Für eine Übernahme steht sie nicht zur Verfügung“, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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