Spatenstich für B-252-Umgehung

+
Staubige Angelegenheit: Den Spaten schwangen (von rechts) Burkhard Vieth (Präsident Hessen Mobil), Todenhausens Ortsvorsteher Ralf Funk, Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, Karl Friedrich Friauf (Hessen Mobil), Staatssekretär Jan Mücke, Verkehrsminister Florian Rensch, Will Kunze (Hessen Mobil), Hans-Ullrich Förster (Firma Viessmann) und der Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg Reinhard Kubat. Daneben ließ Marburg-Biedenkopfs Erster Beigeordneter Karsten McGovern den Spaten bewusst stehen.

Wetter/Burgwald. Mit dem symbolischen Spatenstich ist bei Wetter der Startschuss für den ersten Bauabschnitt der neuen Bundesstraße 252 bis Lahntal-Goßfelden gegeben worden.

Während die anderen Redner den Baubeginn als Durchbruch lobten, äußerte der Erste Beigeordnete des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Karsten McGovern (Grüne), scharfe Kritik.

„Statt eines Spatenstiches hätte es lieber Klarheit geben sollen“, sagte er. Die am meisten vom Verkehr betroffenen Menschen wüssten auf unabsehbare Zeit nicht, wann sie entlastet würden.

94 Millionen Euro sind für die insgesamt 17,6 Kilometer Umgehungsstraße veranschlagt. Davon stellt der Bund zunächst 32 Millionen Euro für den ersten 5,25 Kilometer langen Abschnitt zur Verfügung, wie Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP)

Angefangen wird mit einem Kreisel am Ort des Spatenstichs, der die neue B252 an die fast fertiggestellte Nordumgehung Wetter, die Kreisstraße 123, anbindet, die ihrerseits zur alten Bundesstraße führt. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr soll mit einem Brückenbauwerk begonnen werden, bevor es 2016 mit den eigentlichen Arbeiten westlich von Wetter losgehen soll.

Rentsch erinnerte daran, dass die Umgehung seit mehr als 30 Jahren diskutiert werde. 2012 sei endlich der Planfeststellungsbeschluss unterzeichnet worden, „und jetzt wollen wir den Worten Taten folgen lassen“.

Rentsch forderte vom Bund, dass auch die weitere Finanzierung gewährleistet werden müsse, damit die Umgehung komplett zeitnah fertiggestellt werden könne. „Die Pläne sollen nicht weitere zehn Jahre in der Schublade warten“.

Auf Nachfrage dieser Zeitung betonte der Minister, dass er einen Zeitrahmen von fünf bis maximal acht Jahren für realistisch halte. „Wir haben gute Argumente“, und die werde er beim Bund vorbringen. Es gelte auch andere Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, schließlich seien die hessischen Straßen durch die Lage des Bundeslandes in der Mitte Deutschlands auch besonders belastet.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke (FDP), versprach in seiner Rede, dass der Bund seiner Verpflichtung nachkommen werde. Konkreter wollte der Staatssekretär aber nicht werden. ur Verfügung gestellt werde.

Mehr in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Von Heiko Krause

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare