Rüdiger Heß verlängert

Kommentar zur alleinigen Entscheidung des Bürgermeisters zur Sperrstunde

Frankenberg. Die längere Sperrzeit ab 3 Uhr in Frankenberg bleibt bis 2017 bestehen. Das hat Bürgermeister Rüdiger Heß nach einem Jahr Testphase entschieden. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Jörg Paulus:

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Die Zahlen über den Rückgang der Gewaltdelikte, die Bürgermeister Heß nennt, sprechen dafür, die Sperrstunde ab 3 Uhr nach einem Jahr Testphase fortzusetzen. Die Entscheidung des Bürgermeisters an sich ist also objektiv nachvollziehbar. Zumindest unglücklich ist es allerdings, dass sich Heß vor dieser Entscheidung nicht noch einmal mit den Jugendverbänden und anderen Betroffenen der Sperrstunde ausgetauscht hat.

Die Akzeptanz für die Sperrstunde ab 3 Uhr ist bei offenbar vielen Jugendlichen ohnehin nicht groß. Wenn die Entscheidung für eine Verlängerung bis 2017 dann auch noch allein vom Bürgermeister getroffen wird, wächst damit natürlich der Unmut der Jugendlichen, die ein Jahr lang davon ausgegangen sind, nochmal zu dem Thema gehört zu werden. Verständnis für seine Entscheidung hat Heß damit nicht erzielt.

Auch wenn die Entscheidung für die 3-Uhr-Sperrstunde seitens Bürgermeister und auch Polizei klar ist, sollte Heß doch noch das Gespräch mit der Jugend suchen. Vielleicht kommen dabei Ideen auf den Tisch, wie für alle Seiten akzeptabel mit der Sperrstunde ab 3 Uhr umgegangen werden kann. jpa@hna.de

Quelle: HNA

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