Spiel auf Facebook: Auch Simone Ferber postete alte Fotos

Mit dem „Daltons“Foto: Simone Ferber, geb. Beykirch, aus Großenlinden hat sich mit ihrer Tochter Lilly Helene bei ihren Eltern in Rennertehausen ihre alten Kinder- und Jugendfotos angesehen, um sie bei Facebook zu posten. Das „Daltons“-Foto zeigt Simone Ferber mit drei Freudinnen beim Karneval. Foto:  Paulus

Rennertehausen. Fünf Fotos von sich, die mindestens 15 Jahre alt, auf Facebook posten: Dieses Spiel kursiert derzeit durch das soziale Netzwerk im Internet. Einige ignorieren es einfach, wenn sie von Freunden oder Bekannten dafür nominiert werden. Viele machen aber bereitwillig mit. So wie Simone Ferber.

„Och nee, bitte nicht mich“, habe sie erst gedacht, als sie von einer Freundin nominiert wurde, erzählt Simone Ferber. „Doch ich wollte auch kein Spielverderber sein. Ich finde es peinlich, die Nominierung zu ignorieren.“ Und eigentlich finde sie das Spiel „ganz cool“ und habe sich die alten Fotos ihrer Freunde und Bekannten auf Facebook in den vergangenen Wochen auch gern angesehen. Also machte sie mit, auch wenn das bedeutete, viele alte Fotos nach den passenden fünf durchzusehen.

„Als ich die Nachricht von der Nominierung übers Handy bekommen habe, war ich gerade bei meinen Eltern in Rennertehausen“, erzählt Simone Ferber, geborene Beykirch. Sie lebt seit drei Jahren mit ihrem Mann Thomas und mittlerweile Töchterchen Lilly Helene in Großenlinden bei Gießen.

„Ich habe gleich eines der vier alten Fotoalben mit meinen Kinderbildern aus dem Schrank genommen. Wenn man erstmal anfängt zu blättern, hört man nicht mehr auf. So sind aus zehn Minuten vier Stunden geworden“, erzählt die 35-Jährige. Am Ende hatte sie nicht nur die vier Baby-Alben durchgesehen, sondern aus ihrem alten Jugendzimmer noch viele Alben und Fototaschen mit Erinnerungen an Urlaube, das Abitur an der Edertalschule und die Zeit im Jugendclub. „Die Fotos hatte ich mir schon ewig nicht mehr angeguckt. Interessant, welche Klamotten und Frisuren damals in waren.“

Aus hunderten Fotos musste sie schließlich fünf für Facebook auswählen. „Ich habe versucht, dass keiner mit drauf ist, der das vielleicht nicht will.“ Und sie wollte verschiedene Lebensabschnitte berücksichtigen. An den ersten drei Tagen postete Simone Ferber ein Babyfoto von sich mit ihrer Oma „Nettchen“ und Kinderfotos mit ihren Cousins und Cousinen, mit denen sie als Kind viel Zeit verbracht habe.

Dann wurde es schon schwieriger. Für Tag vier wählte die 35-Jährige ein Jugendfoto vom Karneval: Sie und drei Freundinnen als „Die Daltons“, weil die Mädchen damals wie die bekannten Comic-Brüder verschieden groß waren und in Rennertehausen selbst „Die Daltons“ genannt wurden. Am letzten Tag mussten zwei langjährige Schulfreundinnen dran glauben, mit denen sie in Finnland im Urlaub war. „Von denen wusste ich aber, dass sie nicht sauer sind.“

Mit jedem der fünf Fotos hat Simone Ferber wiederum jemand anderen für das Spiel nominiert. „Nur einer hat mitgemacht“, erzählt sie. Dennoch sei das Facebook-Spiel mittlerweile weit verbreitet in ihrem Freundeskreis. „Es geht weiter, und ich gucke immer noch gerne die Fotos der anderen an.“

Wie Simone Ferber die Aktion rückblickend sieht und was ihre Freunde zu den Fotos gesagt haben, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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