Ortsbeirat in Laisa

Spielothek und Flüchtlingsheim

+
Das in Laisa als „Haus eins“ bekannte Gebäude an der Bundesstraße ist ein Gasthaus mit langer Tradition. Seit mehr als drei Jahren steht das Anwesen leer, der neue Besitzer will 17 Asylbewerber unterbringen und eine Spielothek einrichten.Archivfoto: Mark Adel

Battenberg-Laisa - Das leer stehende Gasthaus am Dorfrand von Laisa soll Asylbewerberheim werden. Der Besitzer will außerdem eine Spielothek und ein Bistro einrichten. Die Laisaer hoffen, dass dadurch der Ortseingang wieder ansehnlich wird.

Schon vor einem Jahr war das Unterkunft für Flüchtlinge im Gespräch. Nun hat der Besitzer sich erneut beim Landkreis gemeldet, der daraufhin bei der Stadt um eine Stellungnahme gebeten hat.

Bis zu 17 Asylbewerber sollen in dem als „Haus eins“ bekannten Gebäudes untergebracht werden. Der Ortsbeirat hatte mit Blick auf die Größe Laisas empfohlen, höchstens 15 Menschen, bevorzugt Familien, zu bewerbergen. Am Dienstagabend blieb das Gremium bei dieser Einschätzung. „Das ist sozialverträglich“, sagte Ortsvorsteher Jörg Paulus.

Generell steht der Ortsbeirat den Plänen aber offen gegenüber. „Wir wollen das nicht verhindern und glauben, dass das wirklich hilfsbedürftige Menschen sind“, sagte Paulus. Der Ortsbeirat befürworte das Vorhaben auch deshalb, weil das Haus seit mehr als drei Jahren leer steht und inzwischen einen verwahrlisten Eindruck macht - direkt am Ortseingang, an der viel befahrenen Bundesstraße 253. „Das gibt kein schönes Bild ab“, sagte der Ortsvorsteher.

Im Hof türmt sich ein Schutthaufen, der - so hoffen die Bürger - bald entfernt wird. Allerdings hat sich der Besitzer des Hauses noch nicht im Ort vorzustellen. „Es wäre schön, bei so einem großen Projekt mit dem Investior zu sprechen“, erklärte Paulus.

Im ebenfalls am Dienstagabend tagenden Haupt- und Finanzausschuss herrschte Einigkeit, dass die seit vorigem Jahr in Battenberg lebenden Asylbewerder sich integrieren und es keine Probleme gibt. 43 Menschen sind im früheren DRK-Seniorenheim am Wingertsberg untergebracht. DRK-Geschäftsführer Christian Peter bestätigte diese Einschätzung auf FZ-Anfrage.

Er hat bislang keine weiteren Pläne für die Verwendung des Gebäudes. Der Vertrag mit dem Landkreis zur Unterbringung der Asylbewerber laufe drei Jahre - und der Bedarf nach Plätzen nehme zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare