Vierter "Hungerlauf" der Edertalschule

Sport treiben für eine gute Sache

Frankenberg - Bei der Spendenaktion des Gymnasiums laufen und schwimmen die Schüler ausnahmsweise gegen Bezahlung: Mit den Einnahmen unterstützen die Edertalschüler die Welthungerhilfe und ein afrikanisches Kinderheim.

Zum vierten Mal haben die Edertalschüler mittels Sport Geld für gute Zwecke gesammelt: Beim „Hungerlauf“ des Gymnasiums gibt es für jede gelaufene oder geschwommene Runde einer Schulklasse bares Geld. Die Schüler treiben Sport, ihre Sponsoren zahlen. Den Betrag pro Runde haben sie zuvor in einem Vertrag festgelegt.

„Allerdings sollte man vorsichtig sein, welchen Betrag man zahlen will“, schmunzelt Erich Müller von der Fachschaft Sport, „da kommen schon mal 200 Runden zusammen, und wenn man dann pro Runde einen Euro geben wollte, hat man ganz schön was zu bezahlen“. Deshalb ist es auch möglich, den Betrag zu deckeln und eine Höchstsumme anzugeben.

Alle Schüler von der fünften bis zu elften Klassen konnten sich zwischen ursprünglich drei Möglichkeiten entscheiden: Laufen, schwimmen oder inline-skaten. Allerdings fiel das Angebot für die ungefähr 140 Skater auf der Wehrweide aus – wegen des Wetters. Sie verteilten sich dann auf die Läufer und Schwimmer.

Jeder Schüler lief oder schwamm, so lange er konnte oder wollte. Weil es um eine gute Sache ging, zählten nicht Geschwindigkeit oder perfekter Stil, sondern die gelaufene Rundenzahl. Und so absolvierten zahlreiche Schüler auf der Laufbahn ihr Pensum im Gehen. Und auch für eine Pause mit Pommes oder Grillwürstchen war immer wieder Zeit.

Die Jugendlichen aus der Jahrgangsstufe zwölf übernahmen am Rand von Schwimmbecken und Bahn die Aufgaben der Wettkampfrichter: Sie zählten die gelaufenen Runden und trugen sie in Listen ein. Anhand dieser erfahren die Sponsoren in den nächsten Tagen, welche Beträge sie zu zahlen haben. Einige Klassen schaffen deutlich mehr als 300 Runden, berichtete Erich Müller, der selbst auch einige Kilometer auf der Laufbahn absolvierte.

Die Einnahmen aus dem Sponsorenlauf werden geteilt: Die eine Hälfte geht an die Welthungerhilfe, die andere an das Kinderheim Kiaragana in Kenia. Marburger Lehrer haben dort die Initiative „I SEE“ („ich sehe“) gegründet. Dabei handelt es sich um die Abkürzung von „Innovative Schulevaluation und -entwicklung“. Die Marburger Organisation hat das Kinderheim gegründet, das durch die Spenden aus dem „Hungerlauf“ unterstützt wird. In den vergangenen Jahren kamen bei der Aktion mehr als 10?000 Euro zusammen. Auf diese Summe hoffen die Veranstalter auch diesmal wieder, sagte Erich Müller.

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